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Test: Evil Twin - Cyprien's Chronicles Aktion Sorgenkind

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Aus dem Konsolen-Alltag nicht mehr wegzudenken, fristen Jump&Run-Spiele auf dem PC seit jeher ein Schattendasein. Dank Ubisoft schnuppert ein solcher Genre-Exot nach langer Zeit wieder Gehäusekühlerluft.

Aus dem Konsolen-Alltag nicht mehr wegzudenken, fristen Jump&Run-Spiele auf dem PC seit jeher ein Schattendasein. Dank Ubisoft schnuppert ein solcher Genre-Exot nach langer Zeit wieder Gehäusekühlerluft.

Das Dilemma beginnt an seinem Geburtstag. Nicht ahnend, dass der kleine Cyprien an jenem Tag zum Vollwaisen wurde, greift man im Kinderheim zur Pappnase und veranstaltet ihm zu Ehren eine Überraschungsfeier. An den Verlust seiner Eltern erinnert, rastet Cyprien aus und verbarrikadiert sich in seinem Zimmer. Im Partyraum werden indes sämtliche Kinder von dunklen Mächten verschleppt, die wenig später auch Cyprien samt sprechendem Teddy in eine bizarre und gefährliche Welt entführen.

Evil Twin

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Screenshot: Evil Twin

Das Spiel der französischen Entwickler ist kein lustiges. Wer drollige Hüpfpartien à la "Rayman 2" erwartet, wird noch während der düsteren Intro eines Besseren belehrt. Ähnlich wie "American McGee’s Alice" thematisiert auch "Evil Twin" kindliche Fantasien und Ängste, die sich in Form von beklemmenden Architekturen und bizarren Wesen manifestieren.

Kameramann wider Willen

Vom Spieler aus der Verfolger-Perspektive beobachtet, läuft und springt Cyprien durch acht aufwändig gestaltete 3D-Welten, die wiederum in knapp 80 verschiedene Levelbereiche unterteilt sind. Obwohl die Steuerung auch über das Keyboard erfolgen kann, sind Gamepad oder Joystick die bessere Alternative. Mit dem Problem, dass die Kamera stets manuell ausgerichtet werden muss, hat man jedoch unabhängig von der Wahl des Controllers zu kämpfen.

Kämpfen muss auch Cyprien, wobei ihm nicht nur eine Steinschleuder hilft, sondern auch sein martialisches Alter ego. In den so genannten SuperCyp verwandelt sich der Knirps allerdings nur, wenn er die zur Mutation erforderliche Anzahl von Power-Ups eingesammelt hat. Zwischen Rangelei und Gehopse bleibt dem Bengel auch immer wieder Zeit für aufschlussreiche Gespräche, welche die Hintergrundgeschichte sukzessive fortführen. Da die Konversationen aber alles andere als lippensynchron sind, verkommt der Dialog sehr häufig zum grotesken Gebärdenspiel.

Alice lässt grüßen

Den spannenden Abenteuern des Vollwaisen dürften insbesondere Fans von "American McGee’s Alice" zugeneigt sein. Die beiden Spiele verbindet neben der verwandten Thematik auch ein durchweg fantasievolles Leveldesign.

Steckbrief
Sound11 von 15%79%
Grafik13 von 15%
Spielspaß12 von 15%
Bedienung6 von 10%
Preis/Leistung13 von 15%
Hardwareanforderung13 von 15%
Langzeitspielspaß11 von 15%

Darüber lacht die Netzwelt

Das Internet erzählt viele lustige und skurrile Geschichten, die besten haben wir euch hier zusammengestellt.

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Autor
Michael Dees
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