Wie der Affe schießen lernte

Test: Empire Earth

500 000 Jahre Menschheitsgeschichte in einem Spiel. "Age of Empires"-Designer Rick Goodman lässt die kriegerische Vergangenheit der Spezies Mensch auf beeindruckende Weise Revue passieren.

Empire Earth - Screenshot: Empire Earth
Screenshot: Empire Earth

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Raus aus der Höhle
  2. 2Die Zukunft ist nur einen Klogang entfernt
  3. 3Die Sicht der Dinge
  4. 4Für Geschichtsfans ein Muss

Die meisten Strategiespiele sind entweder im Altertum angesiedelt oder aber in einem fiktiven Zukunftsszenario. Beides bot bislang nur die runden-basierende "Civilization"-Reihe, die zwar für außergewöhnliche Spieltiefe, aber auch äußerst gewöhnliche 2D-Grafik steht.

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Dank "Empire Earth" dürfen Strategiefans den Wandel vom Keulen schwingenden Halbaffen zum kybernetischen Kampfkoloss erstmals in Echtzeit vollziehen - und noch dazu in 3D!

Raus aus der Höhle

In grauer Vorzeit nimmt sich der Spieler einer Horde grantiger Höhlenmenschen an, welche zunächst mit primitiven Waffen und Werkzeugen hantieren. Der Aufstieg in eine neue Epoche setzt die Verfügbarkeit der dafür erforderlichen Ressourcen voraus, die mithilfe ziviler Dorfbewohner in Silos und Stadtzentren gekarrt werden. Mit jedem Wechsel in ein neues der insgesamt 14 verschiedenen Zeitalter stehen weitere Technologien, Militäreinheiten und Bauwerke zur Verfügung.

Empire Earth

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Der Einzelspielermodus hält sowohl historische als auch fiktive Kampagnen bereit. Wer den Aufstieg Griechenlands rekapitulieren möchte, darf namhafte Helden befehligen und den törichten Trojanern das legendäre Holzpferd unterjubeln. Auf Seiten der Engländer gilt es, bedeutsame Schlachten des Mittelalters zu schlagen, wohingegen man als Befehlshaber der deutschen Streitkräfte während beider Weltkriege zu Felde zieht. Die russische Kampagne ist in der Zukunft angesiedelt und setzt im Nanozeitalter des 22. Jahrhunderts den Schlusspunkt unter den motivierenden Kampagnenmodus des Spiels.

Die Zukunft ist nur einen Klogang entfernt

Danach bietet sich die Möglichkeit, via LAN oder Internet gegen menschliche Kontrahenten anzutreten. Bis zu acht Teilnehmer dürfen während einer Mehrspieler-Partie um die Vorherrschaft kämpfen, was ziemlich kuriose Spielszenen verspricht. Wer etwa nach dem Aufstieg in die Renaissance das stille Örtchen aufsucht, muss zurück am PC womöglich feststellen, dass seine eben noch gefürchteten Karabinerschützen von den Panzern des inzwischen im Atomzeitalter angelangten Gegners aufgerieben worden sind.