Spice Boys
Test: Emperor: Schlacht um Dune
Mit "Emperor: Schlacht um Dune" begibt sich Westwood in die dritte Dimension, nicht aber auf neues Terrain. Im Sand des Wüstenplaneten sind eindeutig die Spuren von "Command & Conquer" zu erkennen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Der Stoff der Zukunft
- 2Giftgas und Flammenwerfer
- 3Endlich schön
- 4Trotz 3D: Westwood bleibt sich treu
Äußerst praktisch, so eine Garage: Man kann darin Autos reparieren, Ramsch deponieren oder Spiele programmieren. Letzteres ist sicherlich die Ausnahme, doch den Gründern der Westwood Studios diente tatsächlich eine Garage als anfänglicher Firmensitz.
Der Idealismus von Brett Sperry und Louis Castle sollte sich auszahlen. Das 1992 veröffentlichte "Dune 2" legte den Grundstein für das Genre der Echtzeitstrategie. "Dune 2" war aber nicht nur Vorreiter in Sachen "Real Time Strategy", sondern gleichzeitig auch Basis für die überaus erfolgreiche "Command & Conquer"-Reihe, mit der Westwood bekanntermaßen Softwaregeschichte schrieb.
Der Stoff der Zukunft
Mit "Emperor: Schlacht um Dune, wird nach der durchwachsenen Fortsetzung von 1998 abermals die Buchvorlage von Frank Herbert aufgegriffen. Drei interstellare Königshäuser kloppen sich um den Planeten Arrakis, dem einzigen in der bekannten Galaxie, auf dem sich das so genannte Spice zutage fördern lässt.
Jeden Morgen eine Prise auf das Frühstücksei gestreut, verleiht das wundersame Gewürz übernatürliche Kräfte und steigert zudem die Lebenserwartung. Klar, dass die konkurrierenden Königshäuser hinter dieser Droge her sind wie Politiker hinter Steuergeldern, weshalb ein erbitterter Kampf um den unwirtlichen Wüstenplanet entbrennt.
Giftgas und Flammenwerfer
Die Schlacht um Dune darf der Gesinnung des Spielers entsprechend für noble Atreides, hinterlistige Ordos oder böse Harkonnen geschlagen werden. Im Verlauf der nicht-linearen Kampagne bietet sich ferner die Möglichkeit, mit diversen Splittergruppen zu paktieren, was den Zugang zu unikalen Technologien und Waffensystemen verschafft.
Bis dahin muss allerdings mit der Einheitenpalette Vorlieb genommen werden, die das konstant wachsende Baumenü zu bieten hat. Jedes Königshaus verfügt über individuelle Infanteristen, Fahrzeuge und Flugobjekte. Während das Haus Atreides auf Scharfschützen mit enormer Reichweite, pfeilschnelle Trikes und Schalldruck erzeugende Vehikel vertraut, setzen die verschlagenen Ordos auf Kundschafter, die sich im Sand einbuddeln, Laserpanzer mit hoher Schussfrequenz und hinterfotzige Giftgasattacken.
