Auf Achse
Test: Mercedes Benz Truck Racing
Mit einer amtlichen Lizenz im Handschuhfach und einer starken Grafik-Technologie unter der Haube, versucht "Mercedes Benz Truck Racing" allen Rennsportfans neue Laster schmackhaft zu machen.
Was auf der Autobahn ganze Nervenstränge ruiniert, erfreut sich auf der Rennbahn wachsender Beliebtheit. Mit dem so genannten Truck Race etabliert sich ein Motorsport-Ableger, der mit den alltäglichen und lästigen Elefantenrennen gewöhnlicher Nutzfahrzeuge wenig zu tun hat.
Mit 1300 PS beschleunigen die sportiven Zugmaschinen in weniger als sechs Sekunden von 0 auf 100 und erreichen eine - elektronisch abgeriegelte - Spitzengeschwindigkeit von 160 Km/h. Wer ein solches Tempo allenfalls in der Boxengasse akzeptabel findet, deaktiviert einfach die optionale Motorbremse, woraufhin die Tachonadel in höhere Gefilde steigt.
Störrischer Stahl
Der Wechsel vom digitalen Formel 1-Cockpit in das Führerhaus eines Mercedes-Benz-Lastwagen konfrontiert selbst routinierte Spieler mit einem ganz neuen Fahrgefühl. Stiegt man in der Kurve nur einen Tick zu spät in die Eisen, schlingern fünf Tonnen Stahl mit unbändiger Trägheit ins Kiesbett. Auch das notorische Untersteuern des Motors sowie die ungewöhnliche Fahrerposition stellen den Spieler vor Herausforderungen.
Obwohl die Trucks weder Spoiler in Form halten müssen noch einer mechanischen Hilfestellung durch Mechaniker bedürfen, lassen sich in der virtuellen Werkstatt unter anderem der Reifendruck oder die Bremsbalance modifizieren.
