Test: Edge of Chaos: Independence War 2

Alles unter Kontrolle

Der Spielverlauf ist in mehrere Abschnitte unterteilt: Als erstes steht die Sanierung der baufälligen Raumstation auf dem Programm, danach werden Schiffe, Ausrüstung und Mitstreiter organisiert und zu guter Letzt kämpft der Spieler nebst obligatorischer Wingmen für die interstellare Unabhängigkeit.

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Dank der Benutzeroberfläche sollte die Steuerung der Raumkreuzer binnen kürzester Zeit in Fleisch und Blut übergegangen sein. Etwas gewöhnungsbedürftig sind jedoch die langen "Bremswege", die man im Rausch der (Licht-)Geschwindigkeit auf keinen Fall unterschätzen sollte.

Nahezu alle Menü- und Steuerelemente können bequem mit dem Joystick bedient werden, so dass man nur selten auf das Keyboard zurückgreifen muss. Durch die Verwendung des Autopiloten werden neben Anflüge auf ausgewählte Ziele auch Andockmanöver und Formationsflüge automatisiert. Der Zugriff auf Navigations- und Waffensysteme erfolgt über ein zuschaltbares HUD, das wahlweise mit Cooliehat oder Pfeiltasten kontrolliert wird.

Balsam für Augen und Ohren

Seine atemberaubende Schönheit verdankt das Spiel einer neuen 3D-Technologie namens Flux, die sich sämtliche Features moderner Grafikchips zu Nutze macht. Die Darstellung der verschiedenen Schiffstypen und Raumstationen erreicht ein unglaublich hohes Niveau. Unzählige Lichtquellen, detaillierte Architekturen und spektakuläre Effekte sorgen für Weltraumatmosphäre pur.

Steckbrief
Sound 10 von 10% 87%
Grafik 15 von 15%
Spielspaß 13 von 15%
Multiplayer 7 von 10%
Bedienung 8 von 10%
Preis/Leistung 13 von 15%
Hardwareanforderung 12 von 15%
Langzeitspielspaß 9 von 10%

Untermalt wird der grafisch opulente Sternenritt von wunderschönen Kompositionen, die zwischen ruhigen Geigenklängen, orchestralen Arrangements und dezenter Populärmusik variieren. Es gibt mit Sicherheit Filmproduzenten, die für einen derart stimmungsvollen Soundtrack ihre Großmutter verkaufen würden.

Endlich: Teil zwei mit Mehrspielermodus

Mit "Edge of Chaos" ist das Weltraumaction-Genre um einen hochkarätigen Titel reicher. Die Programmierer haben sich die Kritik am ersten Teil zu Herzen genommen und der Fortsetzung neben einer spannenden Rahmenhandlung auch den geforderten Mehrspielermodus spendiert.

Trotz der komfortablen Steuerung wird dem Spieler aber sehr viel Zeit abverlangt, bis fliegerische Kapriolen mit ausgefeilten Angriffsstrategien kombiniert werden können. Unglaublich (peinlich), aber wahr: in der Hitze des Gefechts kann es durchaus passieren, dass man sein eigenes Raumschiff beschießt! Weniger lustig ist, dass die Missionsziele oft unzureichend definiert sind, so dass man mitunter völlig planlos durch die Gegend fliegt.

Für Fans actiongeladener Weltraumsimulationen ist "Independence War 2" nichtsdestotrotz ein ganz heißer Tipp!

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