Sternstunden

Test: Edge of Chaos: Independence War 2

Mit bombastischer Grafik, filmreifen Zwischensequenzen und exzellenter Musik haut "I-War 2" in technischer Hinsicht ordentlich auf die Pauke. Doch wie steht es um die spielerischen Qualitäten der verheißungsvollen Weltraum-Saga?

Patrizier 2 - Screenshot: Patrizier 2
Screenshot: Patrizier 2

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Der Pflegevater wohnt im Laptop...
  2. 2... und die Oma war Piratenbraut
  3. 3Alles unter Kontrolle
  4. 4Balsam für Augen und Ohren
  5. 5Endlich: Teil zwei mit Mehrspielermodus

Wie realistisch kann eine Raumschiff-Simulation sein? Eine empirische Beurteilung dürfte selbst Spielern schwer fallen, die mit dem Joystick in der Hand viele Male die Weiten des virtuellen Alls durchflogen haben. Gleichwohl wurde dem 1998 veröffentlichten "Independence War" ein glaubwürdiges Physikmodell attestiert, was dem Spiel in Fankreisen zu einigem Ansehen verhalf.

Die Fortsetzung spielt knapp hundert Jahre nach den kriegerischen Ereignissen des ersten Teils, genauer gesagt im Jahre 2350. Weil die Ressourcen auf Erden bedenklich knapp geworden sind, buddeln die Menschen jenseits der Milchstraße nach alternativen Rohstoffen.

Der Pflegevater wohnt im Laptop...

Der Spieler schlüpft in die Rolle des jungen Cal Johnston. Ausgerechnet an seinem zwölften Geburtstag muss der Sohn eines Minenarbeiters mit ansehen, wie sein Erzeuger von skrupellosen Geldeintreibern ermodert wird. Die Vaterrolle übernimmt fortan der digitalisierte Geist eines ehemaligen Weltraumpiloten, der es sich in Cals Notebook gemütlich gemacht hat.

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Dieser redet mit Engelszungen auf den Jüngling ein, kann ihn jedoch nicht davon abbringen, den Tod des Vaters rächen zu wollen. Dummerweise misslingt die Vendetta, und der kosmische Dreikäsehoch landet unverrichteter Dinge im Gefängnis.

Fünfzehn Jahre später gelingt ihm zusammen mit vier weiteren Häftlingen die Flucht. Cal sinnt noch immer auf Rache, doch die Zeiten haben sich geändert. Noch während er im Gefängnis saß, hat sich ein Konflikt zugespitzt, der einen weiteren Unabhängigkeitskrieg zur Folge haben soll.

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... und die Oma war Piratenbraut

Zusammen mit seinen Freunden verschanzt sich Cal in der verwaisten Raumstation seiner Großmutter, die zu Lebzeiten als Piratenbraut durchs Weltall flog. Hier rüstet sich die Gruppe für Kampfeinsätze, recycelt überflüssigen Metallschrott, handelt Preise für All-tägliche Gerbrauchsgüter aus und hält sich via E-Mail über lukrative Jobs auf dem Laufenden.

Um die Geschichte voranzutreiben, müssen bestimmte Missionen erfolgreich abgeschlossen werden. Es dürfen aber auch Einsätze geflogen werden, die für den Ablauf der Kampagne völlig unerheblich sind.