Test: IL-2 Sturmovik
Technik über den Wolken
Wer sich ausschließlich aufs Ballern konzentrieren möchte, überlässt das Fliegen gleich ganz dem Autopiloten und übernimmt die Rolle des Bordschützen im hinteren Teil der Sturmovik. Ungeduldige Spieler dürfen darüber hinaus eine Zeitrafferfunktion aktivieren, um den teils minutenlangen Anflug auf ein Ziel zu verkürzen.
Neben unterschiedlichen Versionen der "IL-2 Sturmovik" werden auf russischer Seite unter anderem auch Flugzeuge vom Typ Jak-1, Jak-9, MiG-3 sowie die aus amerikanischer Produktion stammende Bell P-39 aus dem Hangar gerollt. Wer als deutscher Kampfpilot ins Cockpit steigt, hat die Wahl zwischen einer Messerschmitt Bf 109 und einer Focke Wulf FW 190.
Die detaillierte 3D-Grafik darf sich als eine der besten im gesamten Genre rühmen. Je nach Jahreszeit variieren die Tarnanstriche der Flieger, deren hochauflösende Bauteile auf realistische Weise Mündungsfeuer, Blitze und Sonnenlicht widerspiegeln.
Wettereffekte wie Schnee, Regen oder Nebel begeistern ebenso wie aufwändige Lichtbrechungseffekte, und das Schadensmodell ist derart konsequent, dass man die detaillierte Landschaftsgrafik sogar durch einen durchlöcherten Tragflügel begutachten kann.
| Steckbrief | ||
|---|---|---|
| Sound | 9 von 10% | 87% |
| Grafik | 15 von 15% | |
| Spielspaß | 13 von 15% | |
| Multiplayer | 8 von 10% | |
| Bedienung | 8 von 10% | |
| Preis/Leistung | 14 von 15% | |
| Hardwareanforderung | 12 von 15% | |
| Langzeitspielspaß | 8 von 10% | |
Der Sound überzeugt in gleichem Maße. Authentische Triebwerkgeräusche, hämmernde Bordgeschütze und satte Explosionen lassen ein realistisches Klangbild entstehen, das durch engagierte Funksprüche in den jeweiligen Landessprachen vervollständigt wird.
Gewimmel am Mehrspieler-Himmel
Das Team um Chefdesigner Oleg Maddox schuf eine ebenso anspruchsvolle wie unterhaltsame Simulation, die neben bislang nie thematisierten Flugzeugen und verblüffender Nähe zur Realität auch eine hochkarätige Präsentation bietet.
Sobald die Kampagne samt obligatorischer Schnelleinsätze zu Ende gebracht wurde, lockt ein Mehrspielermodus mit bis zu 32 Teilnehmern pro Spiel. Offliner erstellen per mitgeliefertem Missionseditor im Handumdrehen eigene Szenarien. Wer sich auch nur im Ansatz für militärische Flugsimulationen interessiert, geht an diesem Spiel nicht vorbei.
