Auf Kriegsfuß mit Nvidias GeForce 6800 und 6600

Grafikkarte: ATi kündigt Radeon X850 und neue X800 offiziell an

Unter den Codenamen R480 und R430 macht die kanadische Grafikkartenschmiede dem Widersacher Nvidia abermals das Leben schwer. Noch in diesem Jahr sollen fünf neue Modelle für PCI Express x16 auf den Markt kommen. Erfreulicherweise wird die Produktpalette sowohl preislich als auch leistungsmäßig nicht bloß nach oben erweitert.

ATi kündigt Radeon X850 und neue X800 offiziell an

Als absolutes Spitzenmodell wird die Radeon X850 XT Platinum Edition (PE) angepriesen, deren Unterschiede im Vergleich zur kaum verfügbaren X800 XT PE jedoch eher marginal ausfallen: So wird der Chiptakt von 520 auf gerade mal 540 Megahertz gesteigert, während sich die Speicherfrequenz von 1,12 auf 1,18 Gigahertz erhöht. Das Shader Model 2.0 sowie die 16 Pixel-Pipelines und 256 Megabyte GDDR3-RAM werden beibehalten.

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Radeon X850 XT Platinum Edition drängt sich an die Spitze

Damit dürfte die X850 XT PE allenfalls einen sehr knappen Leistungsvorsprung einfahren können. Schon auf die noch etwas langsamere X800 XT mit 500 beziehungsweise 1.000 Megahertz beträgt dieser bei 3DMark 05 kaum mehr als 500 Punkte. Mit der X850 XT werden aufwendige 3D-Spiele kaum schlechter beschleunigt. Dafür sorgt neben dem Chiptakt der X800 XT PE der 1,08 Gigahertz schnelle Grafikspeicher.

Bei der X850 Pro stehen dieselben Frequenzen auf dem Programm. Darüber hinaus beschränkt sich die Zahl der Pipelines auf ein Dutzend, außerdem bietet sie jeweils einen analogen und digitalen Ausgang statt zweimal DVI wie die XT-Varianten. Dafür gibt ihr ATi ebenfalls Schnittstellen für Video-in und -out mit auf den Weg. Leider nimmt das Referenzdesign der X850-Reihe gleich zwei Slots in Anspruch.

ATi kündigt Radeon X850 und neue X800 offiziell an

Potente Mittelklasse-Beschleuniger: X800 XL und X800

Neben den High-End-Produkten, die darauf abzielen, Nvidas GeForce 6800 hinter sich zu lassen, hat ATi auch noch Asse der gehobenen Mittelklasse im Ärmel - Radeon X800 XL und X800. Einer Nvidia GeForce 6600 sollen dabei entweder 16 oder 12 Pipelines sowie ein GPU-Takt von jeweils 400 Megahertz zu Leibe rücken. Der GDDR3-Speicher der X800 XL erreicht eine Frequenz von einem Gigahertz, die X800 mit DDR-RAM hingegen nur 700 Megahertz.

Bei beiden Modellen setzt ATi auf kleine 0,11-Mikrometer-Strukturen und Einzelsteckplätze. Die voraussichtlichen Verkaufspreise werden auf 349 und 249 US-Dollar beziffert. Ein deutlich teurerer Einstieg bleibt dafür den 0,13-Mikrometer-Chips Radeon X850 Pro, X850 XT und X850 XT PE vorbehalten - hier reichen die Preise von 399 über 499 bis hin zu gesalzenen 549 Euro. Ab sofort soll auch die X800 XT Platinum ausgeliefert werden, an die vorher nur sehr schwer heranzukommen war.

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