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11.02.2004
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20 - 40 Mio. Dollar Umsatz in 2004 sind realistisch

Interview: Chris Gorog von Napster/Roxio

Music Markt

"Das Ökosystem muss für alle Beteiligten erst einmal in sich funktionieren."

Die Umwandlung der einstigen Peer-to-Peer-Tauschbörse - einem gut gehenden und berühmten Piraterie-Camp - in einen kommerziellen Service sei wie erwartet reibungslos verlaufen. "Wir hatten beinahe keine Erosion bei der Brand Awareness."

Seiner Meinung nach sind Subskriptionsmodelle aus Betreibersicht viel versprechender, da hier die Margen deutlich höher als bei individuellen "À-la-Carte-Downloads" - also dem individuellen Kauf einzelner Tracks - seien.

Chris Gorog - Napster/RoxioAuch das Pilotprojekt von "Napster 2.0" an der Penn State University in den USA kommentierte Gorog aus eigener Sicht: College-Studenten seien nicht interessiert an individuellen Downloads. Das sei auch durchaus konsistent mit ihrem (bisherigen) illegalen Download-Verhalten. Gorog geht es bei diesem Versuch primär um eine Veränderung der bisher eher illegal orientierten Verhaltensweisen.: "Das ist mit Sicherheit nicht unsere profitabelste Aktivität."

"Erlauben Sie, dass das Abo-Geschäft erst einmal geboren wird."

An die Musikindustrie richtet er die Bitte, nicht von vorneherein das Unternehmen durch endlose Diskussionen und überzogene Forderungen zu boykottieren: "Erlauben Sie, dass das Abo-Geschäft erst einmal geboren wird."

Gorog stellt die durchaus bezweifelbare Behauptung auf, "Napster 2.0" sei mit seiner "Windows Media"-Technologiebasis bereits heute zu 2/3 der verfügbaren mobilen Player kompatibel. Das dürfte wohl kaum stimmen, wenn man Apples Verkaufsstatistiken für iPods zugrunde legt. Man setze vor allem auf Microsofts kommende "Janus"-Technologie, welche das "Windows Media"-DRM (Digital Rights Management) in Hardware umsetzt und so einen "vorhersagbaren Revenue Stream" garantieren soll, weil es das kontrollierte Sharing ermögliche.


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