Interview: Ed Cue von Apple Computer
"Mit Online-Musik kann man kein Geld machen"
Dass die Downloads keine fantastischen Margen in Apples Kassen spülen, ist klar. "Mit Online Musik kann man kein Geld machen", erklärte Eddy Cue dem MidemNet-Auditorium und erzählte damit keinesweges neues. Dafür sorgen vielmehr Apples Designer-Notebooks, die Apple auf der gesamten Midem als technischer Sponsor wie Appetithappen verteilt hatte, wie auch der Festplatten-basierte MP3-/AAC-Player "iPod", dessen Abverkauf insbesondere auch durch den "iTunes Music Store" mitgestützt wird, die Angebote gehen "Hand in Hand".
730.000 iPods hat Apple im 4. Quartal 2003 verkauft, insgesamt sogar schon weit über 2 Millionen Stück dieses doch recht hochpreisigen Players. Auf dem neuen Markt der MP3-Player hat Apple mit dem iPod bereits einen Marktanteil von 31% bezogen auf Stückzahlen und sogar über 50% in Hinsicht auf die Umsätze. "iPods have a slightly better margin than the music industry," rechnete Cue süffisant dem Publikum vor.
Weitere 31% Anteil am MP3-Player-Markt teilen die Flash-Card-basierten Player unter sich auf, weshalb Apple nun auch den neuen Flash-Card-MP3-Player "mini Pod" auf den Markt bringt, der ab Februar in USA und ab April in Europa bzw. weltweil erhältlich ist.
Mehr als 300 Indies sind im Katalog vertreten, allerdings vornehmlich amerikanische. Nur deutsche Labels mit engen Kontakten oder Niederlassungen in USA sind dabei (!K7, Kontor, Freibank). Die Indies wurden in einer Konferenz im Sommer 2003 über die Konditionen informiert, die für alle gleich sind; seit dem 4. Quartal steht ein Upload-Tool zur Verfügung, das die Audio-Daten im AAC-Format rippt und über eine Maske die Metadaten zu den Tracks erfasst und in den Music Store hochlädt.
"Wir werden dieses Jahr in Europa starten und wir arbeiten definitiv sehr hart daran."
Apples "iTunes Music Store" kommt 2004 nach Europa
Am Europa-Launch wird mit Hochdruck gearbeitet. Schwierigkeiten beim Roll-Out in Europa bereiteten neben der Content-Akquise vor allem zwei Faktoren, erklärte Cue: dies seien zum einen die unterschiedliche Bepreisung für den selben Track in Deutschland und Frankreich und zum anderen die unterschiedlichen Release-Dates in den verschiedenen Staaten. Dennoch ist Cue zuversichtlich was den Start in Europa angeht: "Wir werden dieses Jahr in Europa starten und wir arbeiten definitiv sehr hart daran." 2004, momag
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