Interview: Ed Cue von Apple Computer
Interview: Ed Cue von Apple Computer
"Hätten die Labels MP3 akzeptiert, hätten wir dies natürlich eingesetzt."
Die Gründe für die massive Steigerung im vierten Quartal 2003 können in verschiedenen Umständen gesucht werden:
Mit dem Launch der "zweiten Generation" des itunes Music Stores als in die iTunes Musikabspiel-Software integrierter Service Mitte Oktober 2003 konnte Apple seinem Musik-Downlaod-Angebot weitere Dynamik geben: "iTunes Music Store" kann seither nun auch vom Windows-PC aus genutzt werden. Darüber hinaus ist seither ,also rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft, auch das Angebot von Geschenkgutscheinen und "Taschengeldkonten" integriert, damit vor allem auch Jugendliche, die nicht über Kreditkarten verfügen, erreicht werden. Über 1 Million von diesen Angeboten konnte Apple bis Mitte Dezember verkaufen. Zudem finden sich seither im "iTunes Music Store" auch über 5000 Hörbücher, von denen seither 50.000 Einheiten verkauft wurden, wie auch neue und exklusive Tracks von mehr als 60 Künstlern.
Mit umfangreichen Marketing-Kooperationen unterstreicht Apple seine Vorrangstellung am amerikanischen Musik-Online-Markt : Gemeinsam mit Pepsi, die auf jeder dritten Flasche einen Musiktrack zum Download aus dem "iTunes Music Store" bieten, werden 100 Millionen Downloads verschenkt. Die Aktion läuft bis Ende März in den USA. Das Gerücht, dass McDonalds mit Apple eine Marketing-Kooperation geschlossen haben soll, bei der McDonalds auf jedem zweiten BigMac (was für eine Analogie!) einen Gratis-Download verschenkt - insgesamt sagenhafte 1.000.000.000 (eine Milliarde) Stück - ist nicht allerdings bislang nicht bestätigt worden.
Seit dem Launch der dritten Generation der "iTunes"-Software Mitte Dezember 2003 bietet AOL in USA Download via "iTunes" mit Zahlungsmöglichkeiten über die eigenen Kundenkonten an. Auf der CES im Januar 04 verkündete schließlich Hewlett Packard in Zukunft alle seine Rechner mit vorinstallierter "iTunes"-Software auszuliefern.
Apple bietet mittlerweile knapp 200.000 Tracks ; Ziel sind 500.000 Tracks. Man arbeite derzeit an der Version 4 seines "iTunes Music Store": Schwerpunkt soll hier ein Playlist- Sharing unter den Kunden bilden.
"We wanted to do and we did a better thing than KaZaA."
Eddy Cue ist mit der Arbeit seines "iTunes"-Teams jedenfalls sehr zufrieden und zeigt die Meßlatte auf, die bei der Entwicklung des "iTunes Music Store" angelegt wurde: "We wanted to do and we did a better thing than KaZaA."
