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15.11.2004
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Die 10-Dollar-Flatrate

RealNetworks Rhapsody: Das durchdachte Komplettpaket

MP3-Downloads

Anfangs muss man sich als MP3- oder CD-Sammler noch ein bisschen daran gewöhnen, nichts in der Hand oder auf der Festplatte zu haben. Doch schon bald entdeckt man eine ganze Menge neuer Musiker, die man bei iTunes & Co. wegen der damit verbundenen Kosten niemals einfach so ausprobiert hätte. Ein weiterer Pluspunkt: Man muss sich nicht mehr um all die heruntergeladenen Dateien kümmern, die sich sonst so schnell auf der Festplatte stauen.

Gute Technik, schlechter Kundendienst

Im Alltagsbetrieb zeigt Rhapsody kaum Macken. Einziges Problem: Das Programm meckert sehr schnell, wenn mal kurzfristig keine Netzverbindung besteht. Apropos Netzanbindung: Wer noch per Modem oder ISDN im Netz unterwegs ist, kann Rhapsody sowieso vergessen - die Streams klingen dann einfach nicht gut. Dafür sind die Songs per DSL sehr schnell geladen. Häufiger abgespielte Titel werden zudem auf der eigenen Festplatte zwischengespeichert, so dass sie ohne Probleme sofort verfügbar sind.

Wer Alben auf CD brennen will, muss bei Rhapsody oftmals etwas tiefer in die Tasche greifen. So kostet ein Album mit 20 Titeln 16 Dollar und damit unter Umständen deutlich mehr als bei iTunes & Co. Jeder Song lässt sich zudem nur ein einziges Mal brennen - danach bleibt einem nur das Vervielfältigen der so erzeugten CD übrig. Das Brenn-Modul verlangt erst noch einmal eine Passwort-Eingabe, funktioniert dann aber einwandfrei.

Vom Kundendienst kann man dies leider nicht sagen. Wer aus Versehen mal sein Rhapsody-Passwort vergisst, kann sich auf ein paar anstrengende Tage einlassen. Zwar besitzt Rhapsody eine Funktion zum Anfordern eines neuen Passworts. Im Test kam dieses leider jedoch nie an. E-Mails an den Kundendienst blieben zudem viel zu lange unbeantwortet. Ein Firmenmitarbeiter entschuldigte dies gegenüber MP3-World damit, dass der Kundendienst mittlerweile ausgelagert sei, "vermutlich nach Indien".

Fazit: Guter Ansatz, solide Ausführung

Alles in allem ist Rhapsody zu einer interessanten Alternative auf dem Online-Musikmarkt herangewachsen. Das Pauschalmodell eignet sich insbesondere für experimentierfreudige Musikfreunde, die gerne mal ein ganzes Album durchhören wollen, ohne dafür gleich tief in die Tausche greifen zu müssen. Produktfetischisten werden mit dem Angebot sicher nicht glücklich. Doch wer sich erst einmal auf die On Demand-Streams einlässt, findet in Rhapsody eine interessante Alternative zu iTunes & Co. Jedenfalls, wenn man sein Passwort nicht vergisst.

Steckbrief RealNetworks Rhapsody
Rhapsody verkauft Musik mal anders.
Grpßer Katalog mit günstiger Pauschale
Verwaltung von Downloads entfällt
Keine mobilen Downloads
Schlechter Kundendienst
Preise
Titel 79 US-Cent
Abo 9,95 Dollar pro Monat

Autor/in: (jr)


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