MSN Music: Angenehm überraschungsfrei

Windows Media mit 160 kbps

Microsoft hat es ganz offenbar auf die Kundschaft des iTunes-Stores abgesehen. Wie der derzeitige Marktführer versucht sich deshalb auch der MSN Music Store am Verkauf einzelner Songs zum Preis von 99 Cent. Die Preise für ganze Alben schwanken deutlich. Einige aktuelle Chart-Topper kosten bis zu 13 US-Dollar. Viele Indie-Alben sind dagegen bereits für 8,99 Dollar erhältlich. Interessant: Auch Maxis werden bei Microsoft als günstige Pakete angeboten. Eine positive Erwähnung verdient zudem die Tatsache, dass Microsoft alle Songs als 160 kbps-kodierte Dateien im Windows Media-Format anbietet. Bei der Konkurrenz setzt man dagegen zumeist noch auf 128 kbps.

Angeblich bietet der MSN Music Store heute insgesamt 500.000 Songs an - etwa halb so viel wie Apple. In der Praxis macht sich dies in Form deutlicher Lücken bemerkbar. Insbesondere im Indie-Bereich kann Microsoft von vielen Musikern oft nicht mehr bieten als ein paar alte Compilation-Beiträge. In anderen Fällen findet sich zwar eine Biographie im Katalog, aber kein einzelner kaufbarer Song.

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Das Entdecken neuer Musik wird durch merkwürdige Genre-Zuordnungen erschwert. Warum findet sich Celine Dion beispielsweise ausgerechnet im Dance-Bereich? Auf Subgenres hat man zudem ganz verzichtet. Auch die Suche nach Zusatzinformationen zu einzelnen Alben kann schnell zu einem merkwürdigen Versteckspiel ausarten.

Ganze vier Nutzungsverträge

Dafür laden immerhin die Webseiten vorbildlich fix, und das Design kommt angenehm ruhig daher. Auch nett: Jeder Song lässt sich einzeln bewerten. Nutzer können Besprechungen zu jedem Album schreiben. Per Mausklick lassen sich zudem Songtexte und Konzerttickets zu jedem Musiker suchen. Eine Playlist-Tauschfunktion wie bei iTunes oder ein ausgewachsenes Messageboard wie bei Napster fehlen dem Angebot jedoch bisher.