Die ehemals bekannteste Tauschbörse der Welt
Napster: Rundum-Service mit Macken
MP3-Downloads
Dazu gibt es bei Napster auch ein eigenes Online-Musikmagazin. Dort wird mit vielen schicken Fotos über Musiker berichtet, die es dann gleich auch bei Napster zum Download gibt. Erfreulicherweise geht es dabei nicht nur um die Top 40, sondern auch so unbekannte Perlen wie das US-amerikanische Drum and Bass-Label Breakbeat Science.
Überhaupt zeichnet sich Napster durch seinen Mut zur Nische aus. So kennt der Dienst 16 Dance-Spielarten und sogar 20 Jazz-Subgenres. Manchmal sind diese musikalischen Schubladen allerdings noch ein bisschen spärlich gefüllt. Napster ermöglicht nach eigenen Angaben mittlerweile den Zugriff auf mehr als 500 000 Titel. Die meisten stammen jedoch von den fünf großen Plattenfirmen.
Wer die Titel seiner Wahl gefunden hat, kann sie als kopiergeschützte Windows Media-Downloads auf die eigene Festplatte laden oder direkt als Stream darauf zugreifen. Die Downloads sind mit 128 kbps kodiert und klingen mindestens so gut wie MP3s mit gleicher Bitrate. Für die Streams setzt Napster jedoch auf 96 kbps - die Soundqualität leidet darunter merklich.
Im Test erwies sich der Napster-Server zudem als chronisch überlastet. Streams setzten immer wieder aus, Suchanfragen wurden oft nur mit langer Verzögerung beantwortet. Manchmal passierte trotz fleißigem Button-Klicken auch einfach gar nichts. Dies ließ dann auch die integrierten Radiostationen zu einer wahren Geduldsprobe werden.
Ein weiteres Problem: In einer ganzen Reihe von Fällen haben die Plattenfirmen Napster nur das Recht eingeräumt, die Titel als Download zu kaufen. Das heißt, dass man für seine 10 Dollar Monatsbeitrag in diesem Fall nicht mehr bekommt als einen 30-Sekunden-Ausschnitt. Überhaupt scheint die Lizenzierung eines der größten Probleme des Angebots zu sein. So müssen Nutzer die Lizenz ihrer Downloads einmal pro Monat erneuern, um sie weiterhin abspielen zu können. Viele Nutzer berichten, dass es dabei immer wieder zu Problemen kommt.
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