Die ehemals bekannteste Tauschbörse der Welt

Napster: Rundum-Service mit Macken

Napster war einmal die bekannteste aller Tauschbörsen. Gegen Ende letzten Jahres startete das Angebot unter Regie des Software-Anbieters Roxio neu - ganz ohne P2P-Komponente, dafür aber mit kopiergeschützten Songs im Monats-Abo. Bisher scheint das Rezept noch nicht so ganz aufzugehen: Napster ist auf dem Online-Musikmarkt weit abgeschlagener Zweiter hinter dem Branchenprimus Apple. Wir wollten rausfinden, woran das liegt und unterzogen das Angebot einem ausführlichen Test.

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Zugegeben: Ganz fair ist es nicht, Apples iTunes-Shop mit Napster zu vergleichen. Der Nachfolger der Tauschbörse spielt in einer ganz anderen Liga: Anstatt einzelne Songs zum Download zu verkaufen, bietet Napster ein Rundum-Angebot zum monatlichen Festpreis an. Für knapp 10 Dollar pro Monat können US-Musikfans bei Napster so viele Titel herunterladen oder streamen, wie sie wollen.

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Wer die Songs auch auf CDs brennen oder einen externen Player übertragen will, wird allerdings extra zur Kasse gebeten. Jeder Titel kostet dann nochmals 99 Cent. Alben sind ab 9,95 US-Dollar zu haben, die meisten aktuellen Veröffentlichungen kosten jedoch rund 14 Dollar. Apropos Dollar: Bisher steht Napster nur US-Musikfans offen. In Europa will man jedoch noch vor Ende des Jahres starten.

Zum Zugriff auf das Angebot braucht man den Napster-Client, den es bisher nur für Windows XP oder 2000 gibt. Das Programm erinnert kaum noch an die Napster-Software der ersten Stunde. Im Zentrum steht eine Startseite, die aktuelle Neuveröffentlichungen und exklusive Tracks empfiehlt. Seitlich arrangiert findet sich der Napster-Player, und einige Buttons in der Kopfleiste ermöglichen die Navigation durch das Angebot.

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Der erste Eindruck: Napster ist nicht ganz so aufgeräumt und funktional gestaltet wie Apples iTunes-Angebot. Statt dessen setzt man auf ein etwas hipperes Design und versucht, mehr Musikmedium als nur Download-Shop zu sein.

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