Sie sind hier:
 

Musicload: Guter Gedanke - kleines Angebot
Der Musikdienst von T-Online

von Sascha Hottes Uhr veröffentlicht

Diesen Artikel weiterempfehlen
SHARES

T-Online hat mit Musicload.de einen eigenen Download-Dienst gestartet. Zwar bietet man Songs unterschiedlicher Labels an, das Angebot an Songs ist aber noch dürftig. So bleiben Bezahlmöglichkeiten und Komfort der einzige Lichtblick - und lassen auf Mehr hoffen.

T-Online hat mit Musicload.de einen eigenen Download-Dienst gestartet. Zwar bietet man Songs unterschiedlicher Labels an, das Angebot an Songs ist aber noch dürftig. So bleiben Bezahlmöglichkeiten und Komfort der einzige Lichtblick - und lassen auf Mehr hoffen.

Vielleicht wird sich der ein oder andere von uns wundern, wenn er ein paar digitale Musik-Dateien unterm diesjährigen Weihnachtsbaum vorfindet. Wahrscheinlich sind sie dann von Musicload.de, einer der wenigen deutschen Musikplattformen, betrieben vom Branchenriese T-Online. Die Möglichkeit Musik-Downloads zu verschenken, ist eine von einigen schicken Funktionen, die die zaghaften Versuche Musik im Internet erfolgreich zu verbreiten, erleichtern soll. Ob das mit Musicload.de gelungen ist, haben wir getestet.

Musicload ist nach Popfile.de von Bertelsmann und Chartradio die dritte Plattform, die mit kostenpflichtigen Musikdownloads ins Rennen geht - die zahlreichen OD2-Plattformen wie etwa MediaMarkt einmal ausgenommen. Die technische Umsetzung und das Hosting des neuen Online-Shops realisiert übrigens die T-Online Tochter Atrada.

Musicload hat den Anspruch mehr als nur eine Download-Plattform zu sein. Man möchte Musik-Downloads mit Musik-Magazin und Community vereinen. Und tatsächlich finden sich auf der Seite einige redaktionelle Kommentare, die dem noch ausbaufähigem Musik-Angebot des Internet-Service-Providers ein wenig Farbe verleihen.

In Sachen Community kann Musicload auf Atrada´s Erfahrung aufbauen, das Konzept ist gelungen mit einigen personalisierten Elementen versehen worden. So kann der registrierte Nutzer (kostenlos) seine Downloads, sein eigenes Provil und Bewertungen managen. Zudem stehen der kaufwilligen Kundschaft einige - wenn auch wenige - kostenlose Downloads und 30 Sekunden Streams zur zum Reinhören zur Verfügung. Anfänger können sich mit einer Guided Tour mit dem Angebot vertraut machen.

Mit derzeit rund 20.000 Songs hinkt man den großen amerikanischen Angeboten um einiges hinterher, im Vergleich zum direkten Konkurrenten Popfile hat man allerdings den großen Vorteil, daß man Songs verschiedener Labels im Angebot hat. Trotzdem gilt es hier ein wenig aufzustocken.

Die Songs werden im WMA-Format mit 128 kBps angeboten und kommen mit Beschränkungen auf die heimische Festplatte. Musicload nutzt dafür grafische Elemente die anzeigen wie oft man einen Song anhören, brennen und auf mobile Geräte kopieren darf. Die Preise pro Song schwanken zwischen 0,99 Euro und 1,79 Euro und sind damit nicht günstiger als die von Popfile und MediaMarkt, letzterer bietet mittlerweile sogar Songs für 0,59 Euro an. Der Download war mit rund 100 kb (DSL-Leitung) erwartungsgemäß schnell.

Eine Studie besagt, daß man den kostenpflichtigen Vertrieb von Musik im Internet nur etablieren kann, wenn man ausreichend Bezahlmöglichkeiten bietet. Hier ist Musicload.de der Konkurrenz ein Stück voraus: Die Bezahlung erfolgt entweder per Kreditkarte, per Gutschein oder über die Telefonrechnung. Die Übertragung der persönlichen Daten erfolgt dabei immer über eine verschlüsselte Verbindung.

Besonders komfortabel ist die Bezahlmöglichkeit über die eigene Telefonrechnung. Zuvor muß man jedoch kleine technische Hürden nehmen. T-Online-Kunden müssen sich ein Passwort einrichten und können dann relativ schnell und unkompliziert die Bezahlmöglichkeit verwenden. Etwas aufwendiger ist das Einrichten für Nicht-T-Online-Kunden, diese müssen den Dienst "T-Online by Call" einrichten, was ca. eine Woche dauert.

Falls Sie einen Gutschein erhalten haben, können Sie auch damit bezahlen. Allerdings kann der nur "am Stück" eingelöst werden, wer ihn nur teilweise nutzt, geht leer aus - in dem Fall gibt es keine Gutschrift. Abschluß des Bestellvorgangs ist die Bestätigungsmail mit allen Daten.

Fazit

Musicload ist noch klein, das Angebot reißt noch keinen Musikliebhaber vom Hocker. Allerdings hat man im Vergleich zu Popfile den Vorteil, dass man kein Musiklabel-Ableger ist und somit wohl eher viele unterschiedliche Labels ins Boot holen kann.

Auch wenn das Angebot dürftig ist, hat Musicload derzeit die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Musikdienst: Ausgereifte und verschiedene Bezahlmöglichkeiten, Personalisierung und andere kleine Gimmicks stimmen schon einmal. Einzig es fehlt am Angebot. Und leider verzichtet der T-Online-Service auch nicht auf die obligatorischen WMA-Dateien, die meist mit Beschränkungen für den Verbraucher ausgeliefert werden.

Kleine Anmerkung

Wenn die Downloads mit Winamp 5 nicht abgespielt werden können, dann liegt das nicht an Musicload.de oder an den Dateien, sondern an Winamp 5 selbst. Dem Softwareentwickler Nullsoft ist das Problem mit dem Rechtemanagement von Microsoft bekannt, derzeit arbeitet man an einer Lösung, daß die abspielbeschränkten WMA-Dateien auch von Winamp 5 abgespielt werden können.

Steckbrief Musicload
Der Katalog ist noch nicht so groß, dafür ist der Shop übersichtlich und informativ.
Deutscher Dienst

Auch Top-Hits

Personalisierung

Diverse Bezahlmöglichkeiten

Nur WMA

Kleines Angebot

Abspielbeschränkungen

Preise
Titel0,99 bis 1,79 Euro
AboNicht möglich

DSL- & LTE-Speedtest

Testen Sie mit unserem Speedtest Ihre tatsächliche DSL- oder LTE-Geschwindigkeit. Test auch mit Smartphone und Tablet möglich.

Jetzt Testen!

Der große Android-Update-Fahrplan

Welche Android-Version ist für mein Smartphone oder Tablet-Computer aktuell? Der große Android-Update-Fahrplan bringt Licht ins Dickicht der Versionen.

Jetzt ansehen!

Ashampoo-Download-Logo
article
14486
Musicload: Guter Gedanke - kleines Angebot
Musicload: Guter Gedanke - kleines Angebot
T-Online hat mit Musicload.de einen eigenen Download-Dienst gestartet. Zwar bietet man Songs unterschiedlicher Labels an, das Angebot an Songs ist aber noch dürftig. So bleiben Bezahlmöglichkeiten und Komfort der einzige Lichtblick - und lassen auf Mehr hoffen.
http://www.netzwelt.de/news/68378-musicload-guter-gedanke-kleines-angebot.html
2003-11-24 12:47:00
News
Musicload: Guter Gedanke - kleines Angebot