Gute Ausbildung gegen zweiten Pisa-Schock

Komplettsystem: Informatik als Pflichtfach an deutschen Schulen

Der Vorweihnachtsschocker: Die neue Pisa-Studie kommt Anfang Dezember heraus. Schon jetzt sickert aber durch, dass das Land der Dichter und Denker wohl mal wieder nur im unteren Mittelfeld herum dümpeln wird.

Kreative Ideen müssen also her. Laut der Gesellschaft für Informatik (GI) birgt der Computer ein bislang ungenutztes Potential um das Interesse bei Schülern zu wecken. Angefangen von Recherchehilfen, über Referatsthemen bis hin zur Hausaufgabenhilfe bietet der Rechner in Verbindung mit dem weltweiten Netz umfangreiche Hilfe.

Werbung

Mittelalter in deutschen Klassenzimmern

"Zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Computer gehört aber mehr, als eine Webseite zu öffnen oder eine E-Mail schreiben zu können", so GI-Präsident Matthias Jarke. Zwar nutzen immerhin 83 Prozent der 14-18-Jährigen den Computer und das Internet. Was fehlt, ist aber ein vernünftiger Umgang mit dem neuen Medium. Lehrer und Eltern stehen daher in der Verantwortung den Schülern eine sachgemäße Nutzung schmackhaft zu machen.

Aus diesem Grund spricht sich die Gesellschaft für Informatik dafür aus, Informatik als Pflichtfach an allen allgemeinbildenen Schulen einzuführen. Auch als Prüfungsfach an weiterführenden Schulen, inklusive der gymnasialen Oberstufe, sollte Informatik verankert werden. Der graue Schul-Alltag ist von einer guten Ausbildung in Sachen Computer aber noch soweit entfernt, wie das Mittelalter vom analogen Telefon. Eine entsprechend gute Ausbildung kann nur durch qualifizierte Lehrer, und verpflichtene Weiterbildungsmaßnahmen gewährleistet werden.