Padeluun mit schlechter Laune

RFID: Padeluun vom FoeBuD e.V. im Interview

In Netzwelt-Artikeln ist immer wieder die Rede vom FoeBuD e.V., besonders dann, wenn es um Datenschutz und RFID geht. Doch wer sind die Veranstalter des deutschen Big-Brother-Awards? Wir befragten Padeluun, Gründungsmitglied des FoeBuD e.V. nach dem Verein und den Gründen für das Engagement gegen RFID. Leider war Padeluun sehr in Eile und hielt sich deshalb bei der Beantwortung einiger Fragen sehr zurück.

Was bedeutet eigentlich FoeBuD?

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Padeluun: "FoeBuD ist die Abkürzung für 'Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs' und ist ein eingetragener Verein."

Wann und wo wurde der FoeBuD e.V. gegründet und wie kam die Idee zu dem Verein?

Padeluun verwies uns bei diesen Fragen auf die Website des FoeBuD e.V.: Die frühesten Wurzeln des FoeBuD e.V. gehen bis ins Jahr 1985 zurück und haben ihren Ursprung in einer Kunstgalerie. Bei Art d'Ameublement in Bielefeld wurde 1985 das erste Mal ein Computerclub als Kunstwerk ausgestellt.

Padeluun und Rena Tangens sahen sich dadurch als Künstler berufen und riefen schon bald die monatliche "Public Domain"-Veranstaltung ins Leben, um Technik, Wissenschaft, Kultur und Medien mit Veranstaltungen und Vorträgen kreativ zu erschließen. Die Eintönigkeit gewohnten Bielefelder fuhren voll drauf ab, weshalb die Besucherzahlen förmlich explodierten und sogar Menschen von außerhalb von Bielefeld anreisten.

Aufgrund dieser guten Resonanz gründeten bereits 1987 mehrere Freunde von "Public Domain" den FoeBuD e.V., die bundesweite Variante von Public Domain. Der Hauptsitz ist weiterhin in Bielefeld und Padeluun wie Rena Tangens sind überaus engagiert dabei."

Was für ein Typ Mensch steckt hinter einer solchen Datenschutz-Organisation?

Padeluun: "Der FoeBuD ist keine Datenschutzorganisation. Hinter dem Verein steckt eine Vielfalt von Menschen, vom Technikinteressierten über Politiker, Umweltaktivisten oder Menschen- und Bürgerrechtler sind hier alle vertreten, männlich wie weiblich."

Warum das starke Engagement gegen RFID?

Padeluun: "Wir engagieren uns nicht gegen RFID, sondern für eine lebenswerte moderne Welt. Das bedeutet unter anderem, dass Technik demokratieverträglich sein muss. Deshalb fordert der FoeBuD keinesfalls den Stopp jeder RFID-Technologie, sondern Minimalrichtlinien, die die Persönlichkeitsdaten eines Einzelnen vor Missbrauch schützen. Dazu zählen Transparenz und Datensicherheit genau wie die Angabe des Zwecks einer RFID-Anwendung."