Nicht mehr nur im Bundle erhältlich
Media Center Edition: Jetzt kauf ich es mir selbst
Bislang wurde Microsofts "Media Center Edition" des XP-Betriebssystems nur in Verbindung mit entsprechender Hardware als OEM-Version verkauft. Die Atelco Computer GmbH bietet auf ihrer Website ab sofort eine System-Builder-Version (SB) der Software an.
Laut Microsoft ist der Sinn und Zweck dieser SB-Versionen, auch kleineren Herstellern das Zusammenstellen eines Media-Center-PCs zu ermöglichen. Für den Endkunden ist dies in sofern interessant, da diese Versionen auch an den "normalen" Verbraucher weiterverkauft werden dürfen.
Media-Center? Bislang nur im Bundle
Bislang wurde man sozusagen noch gezwungen, ein komplettes System für viel Geld zu erwerben, um in den Genuss eines Rechners auf Media-Center-Basis zu gelangen. Doch auch wenn man die Software für 119 Euro erwirbt, hat man noch lange kein Multimedia-Alleskönner im Wohnzimmer stehen.
Was noch fehlt, ist eine entsprechend passende TV-Karte, denn längst nicht alle Karten sind mit dem Betriebssystem kompatibel. Ein bekannter Hersteller solcher Karten ist Hauppauge. Von dort kommt mit der "WinTV-PVR 150" getauften PCI-Karte eine passende Lösung für alle Bastler. Der Nachteil hierbei: Die rund 100 Euro teure Karte arbeitet nur analog. Zwar stehen mit S-Video, Composite- und Stereo-Eingängen genügend Anschlussmöglichkeiten bereit. Doch auf den digitalen DVB-Standard muss bislang noch verzichtet werden. Und leider ist auch Microsofts Media Center Edition seltsamerweise (noch) kein Freund von digitaler Signalverarbeitung.
Bessere Alternativen?
Für experimentierfreudige Bastler hat der Erwerb der SB-Version sicherlich seine Reize. Für alle anderen dürfte solch ein System aber wohl noch mit zu vielen Kompikationen behaftet sein. Bleibt also nur entweder die zukünftige Entwicklung abzuwarten, oder auf ein völlig anderes Nicht-Microsoft-System zu setzen. Ein Beispiel hierfür ist "Sceneo.tv" der Buhl Data Service GmbH.
