Anwendung - Verfahren - Alternativen
MPC (Musepack): Audioformat für Anspruchsvolle
Sascha Hottes
Verfahren und Encoder: Qualität geht vor
Das Kompressionsverfahren basiert auf MP2-Algorithmen und funktioniert ähnlich wie die MP3-Kompression. Auch MPC macht sich zu Nutze, dass die Wahrnehmung des Menschen begrenzt ist und filtert die Teile einer Musikdatei heraus, die ohnehin nicht wahrgenommen werden.
Ähnlich wie bei OggVorbis wird auch beim MPC-Encoder nur eine Qualitätsstufe angegeben. Die Bitrate spielt eine eher untergeordnete Rolle. Der Unterschied zur Vorbis-Enkodierung liegt hauptsächlich darin, dass bei Musepack einer Qualitätsstufe keine nominale Bitrate zugeordnet wird und eine reine VBR-Codierung stattfindet.
Die Bitrate ist daher nicht vorhersehbar und Schwankungen von bis zu 30 kbps sind bei MPC-Dateien normal. Der Vorteil: Durch die dadurch erreichte optimierte Speicherzuteilung wird die Audiodatei nur so groß wie wirklich nötig ist.
Bereits bei Standardeinstellung gute Ergebnisse
In der Praxis hat sich die Qualitätsstufe 5 als völlig ausreichend erwiesen. Bereits bei dieser als "Standard" bezeichneten Stufe (es gibt insgesamt 10) wird fast immer eine Transparenz erreicht.
Die Frage, welcher Encoder der Beste ist, ist bei MPC schnell beantwortet: Es gibt nur einen. Dieser ist allerdings in verschiedenen Versionen erhältlich. Zur Zeit ist die Version mmpenc 1.14 aktuell. Eine Version mit Namen mmpenc 1.15r ist in Entwicklung.
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