Gerät findet Netze
WLAN: Die Wardriver-Kreditkarte
Wardriver und solche, die es werden wollen, mussten bisher immer einen Laptop oder zumindest einen PDA mit WLAN-Funktionen mitnehmen. Das ist nicht nur unhandlich, sondern auch auffällig, jedenfalls sieht es doch recht verdächtig aus, wenn jemand mit einem Laptop in der Hand planlos durch die City läuft.
Inhaltsverzeichnis
- 1Es grünt so grün...
- 2Netz gefunden - und jetzt?
- 3Sinnlose Erfindung
WLAN-Finder für die Hosentasche
Der Computerhändler ARP Datacon hat nun die handliche Lösung für alle Wardriver im Angebot, die unauffällig nach Netzwerken suchen wollen: Den nur kreditkartengroßen "WLAN-Finder".
Der WLAN-Finder ist nichts weiter als ein Detektor bestimmter Funkfrequenzen. Auf Knopfdruck zeigt das Gerät an, ob sich im Umkreis von etwa 60 Metern ein kabelloses Netzwerk befindet. Dazu reagiert es schlicht und einfach auf die Frequenzen, auf denen sich diese Netzwerke bewegen.
Es grünt so grün...
Über grüne LEDs zeigt der WLAN-Finder an, wie stark das Signal ist, in dessen Bereich er sich befindet. Je mehr LEDs leuchten, um so stärker ist das Signal und um so wahrscheinlicher ist es, dass auch der Laptop den nötigen Empfang bekommt. Dabei ist es dem Gerät auch egal, ob es sich um Netze nach dem alten 802.11b-Standard oder nach dem aktuellen 802.11g-Standard handelt.
Netzwerke, die nicht den entsprechenden Standards entsprechen, werden genauso ignoriert wie die üblichen Störsignale in Form von Bluetooth-Anschlüssen, Mikrowellen oder Handys. So kann der WLAN-Finder optimal zur Suche von WLANs eingesetzt werden.
Netz gefunden - und jetzt?
Allerdings kann das Gerät außer der Anzeige per LED nichts. Es zeigt nur an, dass es ein Netz gibt. Weder gibt er an, ob es sich um ein oder mehrere Netze handelt, noch ob das Netz offen oder geschlossen ist, geschweige denn, welche Zugangsdaten es hat. Um das herauszufinden, muss der Wardriver wieder den Laptop bemühen.
Und noch ein Nachteil: In Regionen, wo sich viele Netze ballen, beispielsweise in Innenstadt-Bereichen, dürfte der WLAN-Finder ständig vollen Ausschlag haben. Das allerdings ist heutzutage in der City sowieso selbstverständlich, also eigentlich nur eine Frage des gesunden Menschenverstandes.
Sinnlose Erfindung
Auch auf dem platten Land mag der WLAN-Finder keine rechte Hilfe sein, da die Reichweite von WLANs begrenzt ist und niemand ernsthaft zwischen zwei Bauernhöfen darauf wartet, dass Bauer Nolte mal für 10 Minuten seinen Router anschaltet, um seine Emails abzurufen.






