Was er bringt, wie er funktioniert und warum er noch nicht da ist

Bitstream-Access: DSL-Anschluss mit Zukunft

Rund 90 Prozent der DSL-Nutzer sind gleichzeitig Kunden der deutschen Telekom. Und das, obwohl deren Monopol schon längst gefallen ist. Währenddessen ärgern sich andere DSL-Provider, dass sie noch keinen flächendeckenden Marktzugang haben - könnten sie die Telekom doch preislich unterbieten. Die Einführung von Bitstream-Access könnte da Abhilfe schaffen.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Reine Definitionssache
  2. 2Die Technik steht bereit - mögliche Übergabepunkte
  3. 3Bitstream, übernehmen sie
  4. 4Eine Frage der Regulierung
  5. 5Wem gehört die letzte Meile?
  6. 6Bitstream-Access in Europa
  7. 7Was wir uns von Bitstream erwarten können

Wer sich schonmal einen Vorgeschmack holen möchte, schaut derzeit am besten bei den Resale-Providern vorbei. Besonders das aktuelle Preismodell von GMX kommt dem angestrebten Zugang via Bitstream recht nahe. Der große Bruder 1&1 spricht gar von einer "DSL Resale-Vereinbarung auf Basis eines Bitstream Access Produkts" - was aber so nicht ganz zutrifft.

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Reine Definitionssache

Ein Resale-Produkt mag zwar wie ein Bitstream-Zugang daherkommen, doch streng genommen erfüllt es nicht alle Voraussetzungen, um sich mit der Bezeichnung "Bitstream-Access-Produkt" schmücken zu dürfen. Lediglich das Bitstream-Merkmal, dass der Endkunde keinen vertraglichen Kontakt mehr zur Telekom hat, wird durch T-DSL-Resale erfüllt. Das Hauptmerkmal von Bitstream-Access stellt jedoch die technische Variablität dar.

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Während die DSL-Wiederverkäufer noch an die Leistungsmerkmale von T-DSL 1000, 2000 und 3000 gebunden sind, soll ein Bitstream-Access nutzender Provider seinem Kunden unabhängige Leitungskonfigurationen zur Verfügung stellen können.

Denkbar wäre sogar, dass der Endnutzer seinen Anschluss nicht mit pauschalen Leistungsmerkmalen bestellt, sondern Bandbreiten und Zusatzmerkmale wie Fastpath oder VoIP-Priorisierung an seine aktuellen Bedürfnisse anpassen kann - und damit natürlich auch die entstehenden Kosten.