Serienfertigung schon bald möglich
Home Entertainment: Beamer auf Würfelzuckergröße geschrumpft
Forschern des Fraunhofer Instituts ist ein spektakulärer Wurf gelungen: Ein gerade mal handtellergroßer Beamer projiziert Texte und Bilder mit rotem Laserlicht. Laut den Forschern sei es schon bald möglich, Beamer mit den Abmessungen eines Stückchen Würfelzuckers in Serie zu fertigen.
Die bahnbrechenste Neuentwicklung ist ein im Durchmesser nur 1,5 Millimeter messender, kippbarer Spiegel. Auf diesen wird ein roter Laserstrahl gerichtet und eine entsprechende Elektronik sorgt dafür, dass sich das Bild zeilenweise aufbaut. Der Spiegel lässt sich um zwei Achsen kippen, wobei zwei Federn ihn nach jeder Positionsänderung wieder in die Ausgangslage zurückholen. Dies geschieht bis zu eintausend Mal in der Sekunde.
Keine allzu ferne Zukunftsmusik
Die speziell für diesen Prototyp entwickelte Elektronik entscheidet dann im Nanosekunden-Bereich, wie das Laserlicht verändert werden muss, so das jeder einzelne Pixel auch in der richtigen Helligkeit angezeigt werden kann. Ein zweiter Kontroll-Laser sorgt dafür, dass selbst Erschütterungen und Vibrationen die Position des Spiegels, und damit das Bild, nicht beeinträchtigen.

Was schon jetzt nahezu unglaublich klingt, sehen die Forscher am Fraunhofer Institut für Siliziumtechnologie in Itzehoe noch ausbaufähig: "Für den Test hatten wir die Elektronik noch nicht auf ein Minimum verkleinert", so Ullrich Hofmann vom Institut bescheiden. Weiteres Ziel sei die Frequenz des Spiegels, und somit die Auflösung des projizierten Bildes zu erhöhen.
Und auch einen weiteren Schwachpunkt des bisherigen Protoyps wollen die Techniker noch verbessern. Das bislang ausschließlich in rot dargestellte Bild könnte mit entsprechend farbigen Lasern bald schon bunt werden. Hier ist der Prototyp dem aktuellen Stand der Technik ein gutes Stück voraus. Zwar wäre es theoretisch bereits möglich das Gerät auf Mehrfarbenbetrieb hochzurüsten, entsprechende Laser stecken aber noch in der Entwicklungsphase.
