Grundsatzvereinbarung zur Verschmelzung getroffen
Internet & Netzwelt: Deutsche Telekom + T-Online = Triple Play
Das Ganze ist bekanntlich mehr als die Summe seiner Teile. Die Verschmelzung von Deutscher Telekom und T-Online soll daher eine Milliarde Euro an Synergieeffekten bringen. In einer Grundsatzvereinbarung wurden nun Eckpunkte der geplanten Verschmelzung festgelegt.
Demzufolge wird wird T-Online nach dem 1. Januar 2005 nur noch ein eigenständige organisatorische Einheit innerhalb der Deutschen Telekom AG sein. Der DSL-Provider behält allerdings ein eigenes Management und eine eigene Gewinn- und Verlustrechnung.
T-Online erhält sogar neue Kompetenzen hinzu: Innerhalb des Geschäftsfeldes "Breitband/Festnetz" wird der Provider nun für eine neue integrierte Breitbandstrategie zuständig sein. Das Zauberwort lautet "Triple Play": Netzzugang, Kommunikation und Unterhaltungsdienste.
Der Netzzugang ist ein IP-Zugang
Dabei wird unter "Netzzugang" in Zukunft immer weniger der Zugang zum Telefonnetz verstanden werden, denn bald schon wird aus dem "Netzzugang" ein Zugang zum IP-Netz. Es macht also durchaus Sinn, T-Online die Zuständigkeit für die Entwicklung und Vermarktung aller IP-Produkte zu geben.
Von der Verschmelzung der beiden Unternehmen und der zugrunde liegenden Triple-Play-Strategie erhofft sich die Telekom die Sicherung der "Markt- und Innovationsführerschaft".
Der T-Punkt verkauft nun Triple Play
Gemeint ist aber nichts anderes, als dass der Verkäufer im T-Punkt den T-DSL-Anschluss im Paket mit einem T-Online-Tarif und diversen Video-on-Demand-Musicload-Fußball-Bundesliga-Paketen zu verkaufen versucht. Nicht viel anders als bisher - nur eben noch etwas mehr aus einer Hand.
Eine Milliarde Euro Gewinn verspricht sich die Deutsche Telekom an Synergieeffekten. Böse Zungen könnten jetzt aber auch behaupten, diese Milliarde sei bisher durch Reibungsverluste verloren gegangen.
