Anwendung - Verfahren - Alternativen
MP3: Audioformat für die Masse
Christoph Scholl
Alle Frequenzen, die über oder unter diesem Bereich liegen, werden abgeschnitten. Kein Mensch hört jedoch genau in diesem Frequenzbereich. Deshalb wird es immer ein subjektiver Eindruck bleiben, ob eine MP3 qualitativ "gut" ist oder nicht.
Durch so genannte Maskierungseffekte werden im nächsten Schritt die Töne herausgefiltert, welche durch andere überlagert werden. Wenn zum Beispiel in einem Musikstück eine laute E-Gitarre eine leise Flöte übertönt, werden nur die Dateninformationen der E-Gitarre in der MP3 gespeichert. Da die Flöte ohnehin nicht zu hören ist, fallen ihre Daten weg.
Wählt man eine zu hohe Kompression, werden auch hörbare Frequenzen und Töne herausgefiltert. Diese sind dann als Kompressionsartefakte hörbar.
Encoder - Open Source besser als Lizenz
Zur Zeit werden einige Encoder zur Erstellung von MP3s angeboten. Leider sind viele dieser Programme in ihrer Komprimierungstechnik nicht mehr zeitgemäß. Auch der lizenzpflichtige Fraunhofer-Encoder gilt mittlerweile als veraltet. Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen in Erlangen ist einer der Mitentwickler des MP3-Formats.
Mittlerweile hat sich der Open-Source-Encoder LAME als beste Alternative zum Erstellen von qualitativ hochwertigen MP3s herausgestellt. Zur einfacheren Handhabung werden hier komplette Voreinstellungen zum Enkodieren von MP3s zur Verfügung gestellt. Ein kompliziertes Einstellen aller Parameter entfällt dadurch.
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