Anonym Surfen via Proxy-Server

Router keine Hilfe

Genau aus diesem Grund ist es auch so wichtig, ein kabelloses Netzwerk dicht zu halten, sonst könnten Wardriver über den Internet-Zugang wilde Dinge treiben, für die der Besitzer des Anschlusses haften muss, schließlich ist er in der Beweispflicht, dass er den Anschluss nicht für das genutzt hat, was auch immer die Funk-Piraten getrieben haben.

Ein Router hilft also auch nicht gegen die Übermittlung der IP-Adresse, auch wenn die Adressen im Netzwerk selber andere sind als die, die vom Provider für den Internetzugriff zugeteilt wird. Mit Router oder ohne, was zählt ist die Einwahl. Und aus Provider-Sicht ist es gleich, ob sich ein Router für das Netzwerk oder ein einzelner Rechner einwählt.

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Unsichere Kommunikation dank IP-Adressen

Doch welche Möglichkeiten gibt es dann, anonym zu surfen? Die einzige erwiesenermaßen sichere Methode ist das Surfen über einen dritten Server. Dieser sogenannte Proxy-Server nimmt die Anfragen des Heim-PCs an und gibt sie an einen Webserver weiter, genauso in die andere Richtung.

Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass der Kommunikationspartner im Netz die IP-Adresse und sämtliche anderen Daten vom Proxy erhält und eben nicht vom Heim-PC. Dadurch ist erst einmal eine gewisse Anonymität gegeben, obwohl das nicht das eigentliche Ansinnen bei der ursprünglichen Einrichtung von Proxy-Servern war.

Geschichte des Proxys

Der ursprüngliche Gedanke aus der Frühzeit des Internets war nämlich die Einrichtung eines Zwischenspeichers. Dazu wurde davon ausgegangen, dass die Kommunikation mit einem Proxy meist schneller ist als die mit einem x-beliebigen Webserver und die Anbindung des Proxys schneller als die des im Netz surfenden Rechners. Es war das Schmalband-Zeitalter und die meisten User wählten sich mit Modems, bestenfalls mit ISDN ein.

So war ein Proxy in der Lage, bei Anfrage eine Website komplett abzurufen und über seine Breitband-Verbindung auf dem neuesten Stand zu halten. Der User profitierte seinerseits davon, dass dieser Zwischenspeicher im Provider-Proxy schnell an seinen Rechner angebunden war und konnte auf diese Weise schneller surfen. Allerdings nur, wenn sich die Website bereits auf dem Proxy befand.