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29.10.2004
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20 Zulieferer involviert

Metro-Gruppe startet RFID-Einsatz

Sicherheit

Ab dem 2. November sollten Sie ihren Einkauf bei Kaufhof, Metro und Real einmal genauer unter die Lupe nehmen. Denn ab diesem Stichtag beginnt die Metro-Gruppe als erster deutscher Handelskonzern mit der offiziellen RFID-Nutzung in den drei oben genannten Warenhaus-Ketten. Das Who-is-Who der Verbrauchswaren-Konzerne ist auch dabei.

Funky Einkaufswagen

Allerdings noch nicht flächendeckend: Anfangs sollen nur 20 Zulieferer der Metro-Gruppe Chips nach der Radio-Identifikations-Technik nutzen. Und vorerst auch nur auf den Paletten. Damit ist der Anfang gemacht. Sollte sich die Technik bewähren, werden bald auch Einzelgüter mit den gesprächigen Chips ausgerüstet. Stufe zwei soll nach Angaben eines Metro-Sprechers "schon im nächsten Jahr" erreicht werden.

Die Metro-Gruppe nutzt RFID, um die interne Logistik zu vereinfachen. Wer einmal eines der gigantischen Warenhäuser, sei es Real, Metro oder Kaufhof, von innen gesehen hat, weiß, dass auch durchaus Bedarf für so etwas besteht. Eine flächendeckende Ausstattung mit RFID kann viele Prozesse automatisieren. Und dabei Personal einsparen.

Verbesserte Logistik

Zygmunt Mierdorf, ein Manager der METRO-Gruppe: "Mit dem breiten Einsatz von RFID-Technologie können wir unsere Prozesse effizienter machen, die Verfügbarkeit und Sicherheit von Waren erhöhen und Kosten senken." Und obendrein Zeit sparen: Die inzwischen in vielen Real-Supermärkten installierten SB-Kassen sind nichts anderes als eine Vorbereitung des Kunden auf RFID. Auch wenn sie aktuell noch mit Barcodes genutzt werden.

Eine Studie, die im Future-Store der Metro-Gruppe durchgeführt wurde, besagt, dass sich mit dem Einsatz von RFID beispielsweise Situationen, in denen die ein- oder andere Ware ausverkauft war, um 9 bis 14 Prozent reduziert haben. Auch der Warenverlust wurde um fast ein Fünftel reduziert. Aus Sicht der Metro-Verantwortlichen ein Fortschritt, allerdings auf Kosten des Datenschutzes, spätestens, wenn die Tags in jede Produkt eingebaut werden.

Lieber zweimal hinschauen

Da funkt der Einkaufswagen. Doch bei welchen Waren sollte der Kunde besser zweimal hinschauen, um möglicherweise versteckte RFID-Tags zu entdecken? Vorerst sind ja "nur" 20 Zulieferer in Phase 1 involviert. Liest man allerdings die Namen dieser Unternehmen, handelt es sich allerdings um einen ganzen Stab Marken, auf denen in Zukunft RFID-Plaketten kleben werden.


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