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28.10.2004
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Wichtigste Telekom-Vorleistung für alternative DSL-Provider

ZISP: Die ganze Palette der Breitband-PoPs

DSL-Hardware und Technik

Medizin gegen das Flaschenhals-Syndrom

Weitere Vorteile machen sich schnell bemerkbar: Ein ISP-Gate wird leicht zum Flaschenhals, sowohl was Bandbreite, als auch Reaktionszeiten betrifft. Kunden eines Providers mit ZISP-Anbindung bleibt diese unnötige Warteschleife also erspart.

Was der Provider an Gebühren für die Datenübertragung durch den Telekom-Backbone spart, muss er allerdings für die eigenen Leitungen wieder ausgeben. Auf Dauer sollte sich die Anschaffung aber rechnen - den größten finanziellen Aufwand stellt nämlich die Installation des Backbones selbst dar.

ZISP vor ISP-Gate

Eine ZISP-Anbindung ist technisch in jedem Fall dem ISP-Gate vorzuziehen - sowohl für Provider als auch für die Kunden. Nur kann es sich nicht jeder Provider leisten, einen bundesweiten Backbone zu installieren. Somit ist die ZISP-Anbindung an die 74 Internet-PoPs nur den Großen vorbehalten.

Das wusste wahrscheinlich auch die Telekom, als sie das ZISP-Modell startete. Nur wenige Provider - darunter Arcor und Telefonica - waren in der Lage, das Angebot zu nutzen. So brauchte sich die Telekom auch keine Sorgen um zuviel Konkurrenz zu machen. Mit dem ISP-Gate-Modell änderte sich die Situation - inzwischen bevölkern unzählige Provider den Markt für Internetzugänge.

ZISP ist auch nicht umsonst

Für den Anschluss an sämtliche Breitband-PoPs zahlt der Provider einen Pauschalpreis, der sich nach der ZISP-Bandbreite von 34, 155 oder 622 Megabit pro Sekunde richtet. Seit September 2003 kommen auch nutzungsbasierende Entgelte dazu. Diese werden in Transferleistungs-Einheiten von Zehn Kilobits pro Sekunde abgerechnet.

Ursprünglich betrug der Preis 63,25 Cent pro 10 kbit/s - im September 2004 senkte die Regulierungsbehörde diesen jedoch auf 52 Cent - gegen den Willen der Telekom , die eine Erhöhung auf 1,55 Euro gefordert hatte. Hätte die RegTP den Wunsch der Telekom erfüllt, wären die T-Online-Tarife preislich wieder attraktiver: Die anderen Provider hätten ihre Preise aufstocken müssen.

Ginge es nach dem "Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V." (VATM), in dem sich die alternativen Provider organisiert haben, sollte die ZISP-Übertragung im Optimalfall nur rund 44 Cent pro kbit/s betragen; so ist es auch teilweise im europäischen Ausland vorzufinden. Aber allein deswegen wird wohl niemand zum Aussiedler.

Autor/in: (cg)


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