Warum wer mit wem Resale betreibt
T-DSL-Resale: Dick im Geschäft
Lars Gurow
Für die Provider lohnt es sich, da der Umsatz pro Kunde steigt. Wer einen 1&1-DSL-Anschluss hat, kann auch nur Tarife von 1&1 nutzen. Für die Tarife muss 1&1 ohnehin eine Rechnung schreiben, und dann kann sie den Anschluss noch gleich mit draufpacken.
Natürlich erhöhen sich auch die Kosten für den Provider: Er muss nun auch den Service für den DSL-Anschluss übernehmen. Und auch die Beschwerden annehmen und an die T-Com weiterleiten, denn der gehört der Anschluss, und die muss ihn auch reparieren.
So richtig rollt der Rubel nicht
Und die Gewinnmarge ist klein: Zwar äußert sich T-Com nicht zu den Resale-Verträgen, Branchen-Insider berichteten aber gegenüber netzwelt von einem Standard-Abschlag von 11,5 Prozent auf den Endpreis. Das heißt: Von den 16,99 Euro für den DSL-Anschluss muss der Reseller 15,04 Euro an T-Com zahlen. Bleiben ihm 1,95 Euro, abzüglich Mehrwertsteuer.
Magere Marge, aber es gibt noch mehr Bedingungen: Resale-Partner wird nur, wer pro Monat einen Umsatz von 100.000 Euro mit DSL-Resale macht. Dazu braucht man rund 8.000 DSL-Kunden. Wohl kein Problem für große Provider, aber was ist mit kleinen Providern?
Die Kleinen wollen auch mitspielen
DSL-Discounter ist so ein kleiner Provider. Ab März 2005 soll es DSL-Anschlüsse unter eigenem Namen geben. Trotz der kleinen Marge ist man bei DSL-Discounter zuversichtlich, gute Produkte anbieten zu können. Man wolle "alles aus einer Hand" anbieten und die Kunden langfristig binden.
Gerade bei kleinen Providern wird es sich wohl erst langfristig zeigen, ob sich Resale durchsetzt. Zumindest kurzfristig hat es schon gewirkt: Noch im Juni hat kostete der T-DSL-Einstieg 99,95 Euro - mittlerweile bekommt man bei fast allen Providern das Geld zumindest erstattet. Früher war also doch nicht alles besser.
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