Warum wer mit wem Resale betreibt
T-DSL-Resale: Dick im Geschäft
Lars Gurow
Früher war alles besser: Telefon gabs nur von der Post, es gab genau zwei verschiedene Geräte, Internet war kein Thema. Und wenn es Internet gab, dann nur mit einem Akustikkoppler, und das dann für Freaks.
Und wer heute, mit unzähligen Telefongesellschaften, Internet-Providern und Onlinediensten noch den vollen Durchblick behalten will, muss auch schon wieder fast ein Freak sein: Nach XXL-Einwahl, Call-by-Call und Flexiflat gibt es jetzt auch noch T-DSL-Resale.
Zwar bedeutet "Resale" nichts anderes, als dass Internet-Provider T-DSL unter eigenem Namen und Rechnung verkaufen können. Aber: Warum gibt es das? Welche Provider nutzen es? Was versprechen sich T-Com und die anderen Provider davon?
DIe Telekom stellt sich freiwillig dem Wettbewerb
Ausnahmsweise hat die Bundesnetzagentur, früher Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP), nichts mit T-DSL-Resale am Hut. Sie hat es der Telekom nicht vorgeschrieben und musste es auch nicht genehmigen. Erst, wenn sich ein Resale-Partner bei der Regulierungsbehörde beschwert, muss diese die gängige Resale-Praxis überprüfen.
"Wir machen das, weil wir das möchten", so T-Com Pressesprecher Frank Domagala, "wir haben das Ziel, bis 2007 auf zehn Millionen DSL-Anschlüsse zu kommen. Deswegen hat T-Com DSL-Resale zum 1. Juli 2004 eingeführt." Und die Resale-Anschlüsse sind für T-Com leicht verdientes Geld: Statt vielen Einzelkunden ein großer, der (meistens) pünktlich zahlt.
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