Chip-Einbau beim Menschen macht Probleme

RFID-Implantate: Risiken und Nebenwirkungen

Ärzte aufgepasst: Wenn Patienten aus den USA demnächst Brandlöcher unter dem Kernspin-Tomographen bekommen, könnte das daran liegen, dass sie RFID-Implantate tragen. Die können sich nämlich durch die Magnetfelder durch an sich harmlosen Durchleuchtungsmethode erhitzen und schlimmstenfalls sogar verglühen.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Knistern im Kernspin
  2. 2Rutscht und brennt
  3. 3Abstossungsreaktionen möglich

Knistern im Kernspin

Das allerdings scheint die amerikanische Nahrungsmittelbehörde Food and Drug Administration (FDA) nicht geprüft zu haben, als sie vor wenigen Tagen die Zulassung für die implantierten Funk-Chips erteilte. Das jedenfalls geht aus einem Brief hervor, den die FDA dem Hersteller der RFID-Implantate geschrieben hat.

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Pech für die Patienten, die bereits einen haben. Die müssen sich demnächst mit Brandlöchern in der womöglich gerade erst beim Chirurgen teuer glatt gezogenen Haut abfinden. Einmal abgesehen davon, dass damit der Chip auf äußerst unelegante Weise aus dem Dasein geschossen wird, ist es auch noch außerordentlich schmerzhaft.

Rutscht und brennt

Doch nicht nur das: Neben der Feuergefahr haben die kleinen Chips noch andere Nebenwirkungen: So ist ein Verrutschen des Implantats nicht nur möglich, sondern sogar wahrscheinlich. Außerdem sind elektrische Flusseffekte zu beobachten: Der Patient macht im Kernspin dann ungefähr das gleiche wie ein Stück Alu-Folie in der Mikrowelle.

Ein verrutschtes Implantat ist zwar vergleichsweise harmlos, doch sorgt die schonende Implantierung dafür, dass sich der Chip nur noch chirurgisch entfernen oder an den richtigen Platz zurück rücken lässt. Natürlich kann man ihn auch so lassen, nur ist er dann zwecklos, weil die Retter in der Not an der genormten Stelle nach dem Implantat suchen und nicht 10 Zentimeter darunter.

Abstossungsreaktionen möglich

Obendrein gibt es noch die Frage nach der Abstossung: Auch wenn die RFID-Chips in reaktionsneutrales Glas eingegossen sind, wodurch allergische Reaktionen ausgeschlossen werden sollen, sind sie doch ein Fremdkörper. Und den kann der Körper, wenn er in der entsprechenden Laune ist, abstossen, was unangenehme körperliche Reaktionen zur Folge hat.

Zur Zeit sind etwas 900 Personen in den USA mit dem VeriChip genannten System ausgerüstet. Die gesundheitlichen Bedenken stellten sich, wie so oft bei modernen technischen Systemen, erst im laufenden Betrieb heraus. Dabei wurde die Wirkung von Implantaten auf den Körper bereits an Millionen von Haustieren positiv getestet. Offensichtlich sind Tierversuche selbst bei solch einfachen Dingen nur schwer auf den Menschen übertragbar.