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23.10.2004
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iPod Mini im Test

iPod Mini: Der bessere iPod im Test

MP3-Hardware

Natürlich kann man die klanglichen Probleme des iPod Mini auch auf die MP3s schieben. Dazu muss man allerdings erst einmal wissen, wie die MP3-Komprimierung zustande kommt: Zum einen werden die Tracks gepackt, zum anderen wird das bewusst nicht wahrnehmbare Frequenzband im Ultra- und Infraschall-Bereich beschnitten. Zwar sind diese Töne nicht hörbar, wirken aber trotzdem auf der Hörerlebnis ein.

Kleine Bitraten-Lehre

Obendrein ist die Bitrate ebenfalls für die Qualität zuständig: Je höher die Bitrate, desto höher die Abspiel-Qualität, desto mehr Informationen pro Sekunde werden in der MP3-Datei gespeichert. Und tatsächlich: Auch die Art der Codierung sorgt für klangliche Unterschiede.

Im Test: Das Nightwish-Album "Once". Die finnische Goth-Rock-Band kombiniert Elemente aus Rock, Metal, Folk und Klassik so geschickt, dass man in einem Rutsch alle Möglichkeiten testen kann. Vergleichsstück aus dem Bass-intensiven Bereich Hip-Hop und R&B war das Album "Gern geschehen" von Blumentopf sowie "Rage against the Machine" von der gleichnamigen Band.

Codierungsprobleme

Vorneweg: AAC-Dateien aus dem iTunes-Store, die identisch mit den von iTunes erstellten 128-bittigen AAC-Dateien sind, klingen auf dem iPod überaus gut. AAC ist ein Format, das auf MPEG4 basiert, also verwandt ist mit dem Movie-Codec DivX. MP3s hingegen sind unterhalb von 160 KBit meist unerträglich schlecht, was allerdings auch an dem bei iTunes mitgelieferten Encoder liegen kann. Lame-codierte Dateien klangen bereits ab 128 KBit annnehmbar, der iPod frisst alles bis 320 KBit, sogar Dateien mit variablen Bitraten.

Die Frage nach der richtigen Codierung hängt vor allem von der Musikrichtung ab. Klassische Stücke und Musik, die auf viele verschiedene Instrumente setzt, muss grundsätzlich schwächer codiert werden als Simpel-Musik wie Techno und Hip-Hop. Das Blumentopf-Album hat, in 160 KBit MP3 codiert, daher auf dem iPod, angeschlossen an die Stereoanlage, fast den gleichen Klang wie von CD.

Nightwish vs. Rage against the Machine

Die Nightwish-CD hingegen hat arge Probleme. Die Lieder klingen Stumpf, besonders die Stimmlage der Frontfrau Tarja, die ausgebildete Opernsängerin ist, klingt bei einer 160er-Codierung wie in eine Blechdose gesungen. So konnte das Album erst ab 192 KBit MP3 überzeugen. Interessanterweise war der klang bei 128er-AACs bereits angenehm.


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