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21.10.2004
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Hürdenlauf für VeriChip

VeriChip: RFID-Implantate unerwünscht

Sicherheit

Dennoch: Die Sicherheits-Bedenken, egal ob berechtigt oder nicht, werden laut Gartner dafür sorgen, dass sich die Akzeptanz und damit Benutzung der RFID-Implantate beim Menschen in Grenzen halten wird. Völlig unberechtigt sind die Bedenken allerdings nicht, die einzigartige Seriennnummer eines RFID-Chips ist auch auf kurze Entfernungen noch ein Risiko.

Datenschleuder wider Willen Immerhin könnte ein Besitzer eines solchen Implantats unfreiwillig und ohne seine Kenntnis überprüft werden, beispielsweise bei einem Schläfchen in einem öffentlichen Verkehrsmittel. Damit ist er nicht mehr Herr über seine Daten, der Datenschutz-Gedanke ist damit hinfällig, schließlich kann er nicht überprüfen, ob, wann und wo er von wem "ausgelesen" wurde.

Aufgrund dieser Tatsache glauben die Meinungsforscher von Gartner, dass sich die Technologie erst verbreiten wird, wenn Sicherheitsvorkehrungen erhältlich sind, die genau diese Art der unbemerkten Überprüfung verhindern können. Beispielsweise könnten solche Sicherheitssysteme dafür sorgen, dass ein User den Zugriff auf die Datenbank zu seinem Chip nur für Personen freischaltet, die authorisiert sind.

VeriChip: Thema verfehlt?

Das allerdings ist ebenfalls problematisch. Nimmt man einmal an, dass VeriChip vorerst nur bei chronisch Kranken eingesetzt werden soll, ist das Risiko recht hoch, dass der Patient nicht in der Lage ist, die Authorisierung zu vergeben, wenn es zu einem Notfall kommt.

Also muss er sie entweder pauschal an alle Rettungsdienste verteilen und damit dem Missbrauch Tür und Tor öffnen oder er lässt das Chip-Implantat direkt bleiben. Immerhin verfehlt es seinen Zweck, wenn selbst Rettungsdienste nicht darauf zugreifen können. Zudem bleibt offen, ob sich zum Beispiel Geheimdienste wie bei der PGP-Verschlüsselung ein Hintertürchen zu den Datenbanken der VeriChip-Kunden frei halten.

Autor/in: (cr)


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