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21.10.2004
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Hürdenlauf für VeriChip

VeriChip: RFID-Implantate unerwünscht

Sicherheit

RFID-Chips im Körper. Ein Horrorszenario für jeden Datenschützer. Obwohl die amerikanischen VeriChips eher für einen positiven, nämlich medizinischen Einsatz konzipiert sind, gibt es starke Bedenken von Seiten der Datenschützer. Doch nicht nur die sind der Ansicht, dass der Einsatz möglicherweise verfrüht ist.

Geringe Akzeptanz

So hat das Marktforschungsinstitut Gartner festgestellt, dass es signifikante Datenschutz-Bedenken in der Bevölkerung gegenüber Systemen wie VeriChip gibt. VeriChip ist ein RFID-Implantat, das bei chronisch Kranken helfen soll, rechtzeitig erste Hilfe leisten zu können oder identifizieren zu können, zum Beispiel bei Alzheimer- oder Diabetes-Patienten.

Doch selbst die US-Amerikaner haben so ihre Probleme mit den Implantaten, obwohl sie normalerweise wesentlich weniger Wert auf Datenschutz legen als zum Beispiel die Deutschen. So fürchten auch die US-Bürger, dass das VeriChip-Implantat bald Pflicht werden könnte, sozusagen als Ersatz für einen Personalausweis.

Misstrauen in der Bevölkerung

Den allerdings gibt es in den USA auch nicht, Amerikaner, die ihr Land nicht verlassen, haben als einziges Ausweisdokument den Sozialversicherungsausweis. Ein Relikt aus der Gründerzeit des Landes, da viele der Einwanderer vor den staatlichen Gängeleien in Europa geflohen waren und der US-Bürger dementsprechend misstrauisch gegenüber Obrigkeiten war und ist. Deshalb übrigens auch das Recht, eine Waffe zu tragen.

Eine weitere Furcht der Amerikaner: RFID-Chip-Implantate wie VeriChip könnten genutzt werden, um die Bewegungen einer Einzelperson nachzuvollziehen. Zumindest letztere Angst ist unbegründet: Die Chip-Implantate werden in ähnlicher Ausführung bereits seit Jahren bei Haustieren eingesetzt, sind gesundheitlich unbedenklich und lassen sich nur aus allernächster Nähe auslesen.

Bedenken unnötig?

Schließlich ist der VeriChip zu klein, um genug Sendeleistung zu induzieren und aus mehreren Metern ausgelesen zu werden. Genau wie Zugangs-Karten oder U-Bahntickets sind die Chips nur dafür ausgelegt, auf sehr kurzen Strecken zu funktionieren. Technisch sind sie obendrein nicht in der Lage, über weitere Strecken zu senden.


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News Flash, am 09.01.2009 07:10

VeriChip: RFID-Implantate unerwünscht

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