Schnell, sicher & gut gebaut
Nvidia nForce4: Dreigestirn für PCI Express und SLI
Allmählich kommt die PCI-Express-Welle auch für AMD ins Rollen. Nach VIA kündigt nun auch Nvidia endlich passende Chipsätze an - nForce4, nForce4 Ultra und nForce4 SLI.
Inhaltsverzeichnis
- 1Für den Spieler: nForce4 SLi
- 2Für den Anspruchsvollen: nForce4 Ultra
- 3Für das Nötigste: nForce4
- 4Tuning und Sound für alle
- 5Spezifikationen im Überblick
Da Nvidia viel von seinem grafischen Doppeldecker SLI hält, liegt es nur nahe, gleich den passenden Mainboard-Chipsatz anzubieten. Darüber hinaus sorgt direkt in den Chip integriertes Gigabit-Ethernet für eine rasante Netzwerkanbindung ohne Umwege.
Für den Spieler: nForce4 SLi
Eines der höchsten Gefühle für Zocker und Leistungssuchende dürfte sich mit dem nForce4 SLI einstellen - zwei Grafikkarten in einem System. Nicht ganz in guter alter 3dfx-Manier koppeln dabei zwei 3D-Beschleuniger ihre Leistungsreserven für den Spieleeinsatz. Getreu dem Motto "Geteilte Last ist halbe Last" wird die Bandbreite von 16 PCI-Express-Leitungen in zwei gleiche Hälften aufgeteilt.
Laut Nvidia täte dies der Leistung jedoch keinen Abbruch, zumal über 90 Prozent des Datenverkehrs über die interne Brücke geregelt würden. Weiterhin ist der SLI-Chipsatz der einzige, bei dem die verbleibenden vier Leitungen flexibel verteilt werden können. So ließe sich etwa einer der drei verfügbaren Erweiterungssteckplätze zu einem schnellen PCI-Express-x4-Slot umfunktionieren - oder ein Schacht doppelter Bandbreite mit zwei weiteren x1-Slots kombinieren.
Für den Anspruchsvollen: nForce4 Ultra
Wer zwei Grafikkarten hingegen für nichts weiter als stromfressenden und hitzeerzeugenden Unsinn hält, ist mit dem nForce4 Ultra besser bedient. Wie der SLI-Chipsatz unterstützt er bereits die kommende Serial-ATA-Spezifikation (S-ATA II) mit maximalen Übertragungsraten von drei Gigabit pro Sekunde - auch wenn passende Festplatten erst noch auf den Markt kommen müssen.
Eine weitere, sinnvolle Gemeinsamkeit lässt sich unter der Bezeichnung "ActiveArmor" verzeichnen: Im Zusammenspiel mit Nvidias Firewall und dem integrierten Gigabit-Ethernet entlastet sie die CPU im Hinblick auf sicheres Netzwerken. Bei gerade mal zehn Prozent Rechenleistung soll sie den PC-User vor Schädlingen wie Würmern, Viren, Script-Kiddies oder Crackern schützen.
Für das Nötigste: nForce4
In Sachen Ausstattung ist der nForce4 den beiden anderen Chipsätzen unterlegen - dafür kostet er auch weniger. Obwohl ihm ActiveArmor nicht zur Verfügung steht, kann der Anwender trotzdem mit Firewall und Gigabit-Ethernet, aber höherer Prozessorlast rechnen. SLI bleibt ebenfalls aus, Festplatten werden "nur" in gängiger S-ATA-Geschwindigkeit unterstützt.
