Computer im Wagenrad
RFID: Autoreifen, kluge Plappermäuler
Sicherheit
Der intelligente Reifen wäre dabei nicht nur in der Lage, dem Fahrer Fragen der Straßenbeschaffenheit und des Reifenzustands zuzuspielen, nein. Er könnte auch völlig ohne Interaktion mit dem Fahrer schlicht und ergreifend mit dem Bordcomputer in Verbindung treten, um beispielsweise das ABS, ESP oder andere sicherheitsrelevante Systeme auf die jeweilige Umgebung abzustimmen.
Positiv für die ESP-Abstimmung
ESP zum Beispiel könnte sich mit Informationen aus den Füßen des Autos dazu nutzen, sich besser auf gewisse Situationen einzustellen. Damit würde eine im Zweifelsfall kritische Bedenksekunde des Bordcomputers wegfallen. Andersherum könnte das ESP auch wesentlich weniger restriktiv werden. Wer einmal Smart gefahren ist, weiß, wovon die Rede ist: Der Wagen regelt so schnell ab, dass es kaum Freude macht, mit ihm zu fahren.
Ein Drucksensor in der Reifenwand kann außerdem den Spritverbrauch verringern. Jährlich werden tausende Liter Sprit unnötig verblasen, weil der Reifendruck zu niedrig ist. Andersherum ist zu hoher Reifendruck nicht unbedingt gut für die Bodenhaftung, was im Zweifelsfall einen Unfall nach sich ziehen kann.
Organisch gewachsenDroht nun also endgültig das Auto, das den Fahrer vollständig bevormundet? Wohl eher nicht. Reifen mit Mikrochips sind eher eine logische Konsequenz der aktuellen Entwicklung und immerhin der einzige Kontakt des Fahrers zum Asphalt. Anders ausgedrückt: Das Leben hängt an wenigen Quadratzentimetern Gummi auf Asphalt. Diese paar Quadratzentimeter gilt es zu überwachen.
Die schlauen Chips sind wohl eher eine fast organische Ergänzung zu den bisherigen Entwicklungen. Versuchen Sie mal zu laufen, wenn Sie ihre Füße nicht spüren. Ebenso können die Smart-Tags die Fahrqualität erhöhen. Allerdings sind die auskunftsfreudigen RFID-Chips dafür vielleicht nicht unbedingt die erste Wahl.
Das Leben wird schwererDenn mit Einführung von RFID-Chips in Fahrzeugteilen wird es schwierig, illegale Anbauteile am Fahrzeug bei einer Polizeikontrolle zu verstecken. Der Polizist kann via Reader checken, ob alle Teile am Fahrzeug in Ordnung sind. Das ist nervig, hilft aber, Unfälle zu vermeiden. Anders herum eigenen sich die RFID-Tags aber auch vorzüglich zum Schutz vor Anbauteil-Dieben.
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