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14.10.2004
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RFID-Chips, die unter die Haut gehen

RFID: Aus Mensch werde Vieh

Sicherheit

Werbegeschenke und Clubmitglieder

Die Mitarbeiter des Notdienstes können die Daten also problemlos auch aus der Datenbank abfragen. Einzige Voraussetzung ist allerdings das Lesegerät. Ist das nicht vorhanden, sind auch die RFID-Tags im Körper vollkommen überflüssig. Doch das sind sie, wie es scheint, ohnehin: Das Interesse an den winzigen Gesundheitspässen hält sich laut Applied Digital Solutions in Grenzen.

Wohl auch deshalb möchte das Unternehmen 200 Scanner an Notfall-Zentren zu spenden, jedes mit einem Preis von rund 650 Dollar. Das ist großzügig, ist aber wohl eher als Werbetrick zu verstehen, frei nach dem Motto: Wenn wir es nicht haben, fehlt es nicht, aber sobald man es hat, braucht man es auch.

Krankenhaus-Technologie

Ähnliche Chips wurden bereits bei mexikanischen Regierungsbeamten eingebaut, um eine Entführung zu verhindern und gleichzeitig den Zugang zu Top-Secret-Arealen zu erlauben. Entführer allerdings dürfte ein Chip im Arm wenig interessieren, dann wird der Arm eben abmontiert.

Auch Siemens hat bereits einen Vorstoß in Richtung RFIG in der Gesundheits-Technologie gewagt. Bei der Krankenhaus-Logistik des Unternehmens allerdings dreht es sich eher darum, Patienten möglichst gut durch die Gegend zu organisieren. Zudem ist der Chip nicht eingepflanzt, sonder einfach an einem Armband befestigt, ähnlich wie die Armbänder, die Neugeborenen umgebunden werden.

Chip statt Kreditkarte

Doch Applied Digital Solutions spekuliert ohnehin in eine andere Richtung: Der implantierte RFID-Chip soll über kurz oder lang die Kreditkarte ablösen. So wurden VeriSign-Chips bereits Gästen in europäischen Clubs implantiert, die die Zahlung per Wink vor einem Scanner erlaubt. Die Rechnung kommt dann am Ende des Monats. Eine völlig neue Interpretation des Wortes "Stammkneipe", denn wenn andere Clubs das Prinzip kopieren, dürfte ein durchschnittlicher Partyhopper bald pustelig sein von der Zahl der Chips unter seiner Haut. Eine Kuh könnte es nicht besser haben.

Autor/in: (cr)


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