Schachcomputer spielen Großmeister an die Wand
Mensch gegen Maschine: 0 - 1
Die in Bilbao ausgetragene Schachmeisterschaft zwischen drei Schachprogrammen und drei Großmeistern aus Fleisch und Blut, endete mit einer klaren Niederlage der Menschen.
Lediglich eine einzige Partie von insgesamt zwölf ging an einen menschlichen Vertreter. Sechs Spiele entschieden die Schachprogramme für sich, fünf Partien endeten unentschieden.
Dabei mangelte es nicht an einer hochkarätigen Besetzung. Der fünfte der Weltrangliste,Wesselin Topalow, und Ex-Weltmeister Ruslan Ponomarjow gewannen aber dennoch keine einzige Partie. Für Überraschung sorgte der erst 14 Jahre alte Sergej Karjakin. Er gewann das einzige Spiel für die Menschen.
Für einen Großmeister reicht der Laptop
Die Schachprogramme liefen auf unterschiedlichen Systemen. Dabei wurde klar, dass Rechenleistung allein nicht automatisch zum Sieg führt. Der amtierende Maschinen-Meister "DeepJunior" konnte trotz Quad-Xeon mit 2,8 Gigaherz nicht überzeugen und verlor gegen Sergej Karjakin.
Über-Rechner "Hydra" auf einem 16-Prozessor-Cluster, und "Fritz" auf einem Centriono-Notebook hingegen erzielten mit unterschiedlicher Rechenleistung das gleiche, gute Ergebnis. Beide Systeme gewannen jeweils drei Partien.
