Datenschleuder dank RFID-Tags in Kleidungsstücken
RFID: Kleider machen Beute
Jetzt ist es amtlich: RFID-Tags werden bereits klammheimlich in Kleidungsstücken eingenäht. Und das, obwohl Handel und Hersteller bisher darauf geschworen haben, die Tags nur als Logistik-Hilfe einzusetzen. Werden die Big-Brother-Ängste nun Realität?
Inhaltsverzeichnis
- 1Big Brother, wir kommen
- 2Gute Tags, böse Tags
- 3Entgegen der Versprechungen
- 4Die RFID-Gefahr
- 5Logistik-Chips mit 10 Metern Reichweite
Big Brother, wir kommen
Doch beginnen wir einmal mit den Fakten: Auf der Frontline Expo 2004-Konferenz wurden Kleidungsstücke entdeckt, die RFID-Tags enthalten. Dabei handelt es sich ausschließlich um Bekleidung von Edelmarken wie Calvin Klein, Champion oder Gerry Weber.
Die Bilder zeigen, dass die Tags an völlig verschiedenen Stellen und unterschiedlich versteckt angebracht werden. So hat etwa der Sportbekleidungshersteller Champion das Tag in einem zusätzlich zum Markenemblem im Nackenbereich eingenähten Etikett eingebaut, das mit einem RFID-Logo versehen ist.
Gute Tags, böse Tags
Diese Art der RFID-Etikettierung ist für den Kunden recht einfach zu erkennen und zu entfernen. Wer es braucht, kann es drin lassen, wer es nicht braucht, schneidet es heraus. Kein Problem. Unangenehmer ist hingegen die Vorgehensweise der Edel-Schneiderei Calvin Klein: Die Etiketten werden hier direkt im Markenemblem verbaut, kaum erkennbar für den Kunden.
Katherine Albrecht von der Anti-RFID-Organisation CASPIAN hat die Kleindungsstücke mit den Chips entdeckt und die Beweisbilder im Netz veröffentlicht. Der Veranstalter der Frontline Expo hingegen findet diese Aufdeckung nicht sehr komisch, hat sich entsprechend bei CASPIAN gemeldet und die Veröffentlichung abgemahnt.
