BitTorrent-Special: Netzwerk vorgestellt

Funktionsweise von BitTorrent-Downloads

Für die Verteilung ist ein so genannter "Tracker" zuständig. Der Tracker ist das BitTorrent-Server-Programm und verwaltet Informationen zu einer oder mehreren Dateien mit bis zu einem GByte Größe für bis zu etwa 100.000 Downloader. Der Tracker informiert den herunterladenden Client, wer derzeit die Datei herunterlädt und verteilt. Die Dateien erkennt der Tracker anhand von SHA1-Prüfsummen.

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Die Informationen zur Prüfsumme befinden sich in den ".torrent"-Dateien neben Informationen über die Tracker-Domain und die Größe der Datei. Sobald ein BitTorrent-Client das erste Stück einer Datei erhalten und die Prüfsumme verifiziert hat, meldet er sich beim Tracker und stellt damit seine Upload-Kapazitäten zur Verfügung.

Tracker als Filter

Hin und wieder beinhaltet die .torrent-Datei auch Informationen über mehrere Dateien. Auch wenn es technisch ein riesiger Unterschied ist: Für den einzelnen BitTorrent-Nutzer wirken und funktionieren die .torrent-Dateien ähnlich wie die bekannten ed2k- oder sig2dat-Links. Einmal davon abgesehen, dass man die kleinen (wenige kB) Dateien herunterladen und auf oben genannte Links nur "klicken" muss.

Einen wesentlichen Unterschied gibt es allerdings. Der Tracker ist ein zentrales Element in den Tauschbörsen. (Wir erinnern uns: Bei Napster war dies der Grund für die Abschaltung!) So könnte man die Tracker auch als Filter nutzen. Löscht der Tracker-Anbieter beispielsweise einen Torrent aus dem Tracker, dann können die Clients keinen Kontakt zu anderen Clients aufnehmen. Einzig der Download zwischen schon bekannten Clients kann fortgeführt werden.

Klagen gegen Betreiber von Tracker sind auf jeden Fall denkbar. Oder Aktionen wie jüngst vom kanadischen Internet Provider Cogeco initiert. Ende August "informierte" Cogeco seine Kunden in Form von einer weitergeleiteten MPAA-Mahnung über den Tracker suprnova.org.