Soforthoeren.de konkurriert mit Audible.de
MP3-Downloads: Hörbuch-Shops starten zur Buchmesse
Pünktlich zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse fiel jetzt der Startschuss für den Hörbuch-Shop Soforthoeren.de. Das Angebot bietet Werke von knapp 20 Verlagen zum kostenpflichtigen Download an. Doch dem Angebot droht bald ein mächtiger Konkurrent mit dem deutschen Audible-Ableger.
Soforthoeren.de bietet rund 100 Werke zum digitalen Download an. Die meisten Hörbücher sind für rund acht Euro erhältlich, einige Werke kosten bis zu 17 Euro. 75-80 Prozent der Einnahmen geht an die Verlage. Soforthoeren.de-Betreiber Diderot Media setzt für das Web-Angebot auf das MP3-Format, um seinen Kunden das Brennen von Audio-CDs und das Übertragen auf iPods und andere mobile Player zu ermöglichen. Nach Angaben der Firma werden jedoch alle Dateien eindeutig mit einem Wasserzeichen gekennzeichnet, um ein Auftauchen in Tauschbörsen zu verhindern.
Audible derzeit in der Alpha-Version
Bisher scheint Soforthoeren.de mangels erfolgreicher Bestseller vor allen Dingen Erotik-Titel zu verkaufen. So finden sich in den Top 5 des Shops ganze drei nicht jugendfreie Titel. Dies lässt Zweifel an der Zukunftsfähigkeit des Angebots aufkommen. Schon in wenigen Wochen könnte mit Audible.de ein weitaus mächtigerer Konkurrent starten.
Audible ist in den USA einer der größten Download-Anbieter für Hörbücher. Die deutsche Website vertröstet Besucher bisher mit einem baldigen Start. Intern bastelt man jedoch bereits eifrig an einem Beta-Test des deutschen Audible-Angebots. So will man neben dem Verkauf einzelner Hörbücher auch ein Download-Abo anbieten. Das "Classic Abo" mit einem Buch und einem Magazin soll 12,95 Euro pro Monat kosten. Zwei Hörbücher soll es für 17,95 Euro geben.
Audible wird zudem offenbar weitaus bekanntere Titel im Angebot haben als Soforthoeren.de. Eine erste Alpha-Version des Shops bietet unter anderem Werke von Gerhard Polt, Rainer Maria Rilke und Elke Heidenreich an. Dazu will Audible auch Zeitungen wie die ZEIT als Audio-Downloads anbieten. Einziger Wermutstropfen: Die Firma setzt auf kopiergeschützte Audioformate, die sich nicht ohne weiteres ins MP3-Format umwandeln lassen.
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