Fritz!Box Fon im Test: der Tausendsassa
Drei Leitungen zur Auswahl
Für die Verbindung ins Internet ist leider nur das Allernötigste enthalten: Zwar gibt es eine Firewall, die einzige Einstellmöglichkeit ist aber die Portweiterleitung. Auf erweiterte Logging-Möglichkeiten muss man ebenso verzichten wie auf einen Traffic-Zähler. Außerdem fehlt die Möglichkeit, die persönlichen Einstellungen der Fritz!Box Fon auf dem eigenen Rechner zu sichern und später wiederherzustellen.
Ausgefeilter sind die Telefonfunktionen der Fritz!Box Fon: Zunächst werden alle eingehenden Anrufe auf die Telefonanschlüsse geroutet - egal, ob sie über das Festnetz oder über einen VoIP-Account kommen. Beide Anschlüsse lassen sich unterschiedlich belegen: So ist es beispielsweise möglich, die Anschlüsse so zu konfigurieren, dass die abgehenden Gespräche über zwei unterschiedliche VoIP-Accounts laufen.
Für abgehende Gespräche kann man konfigurieren, über welche Leitung man telefonieren möchte. Dazu legt man eine Standard-Leitung fest, über die im Regelfall telefoniert werden soll. Möchte man über die zweite oder dritte Leitung telefonieren, wählt man einfach *2# oder *3# vor. Ansonsten telefoniert man wie gewohnt - egal ob ankommende oder abgehende Gespräche.
Die Fritz!Box Fon unterstützt die Funktion Anklopfen, was im Test auch problemlos funktioniert. Die Rufnummernübermittlung funktioniert leider nur bei den VoIP-Accounts - über den analogen Anschluss wurde im Text weder die Rufnummer des Anrufenden angezeigt, noch wurde bei abgehenden Telefonaten die Rufnummer übertragen.
In punkto Sprachqualität kann die Fritz!Box Fon überzeugen: Über den analogen Anschluss ändert sich nichts, die VoIP-Telefonate wirken lauter als die normale Gespräche, und auch Nebengeräusche fallen nicht auf. Und auch Downloads parallel zu einem IP-Telefonat stören nicht weiter: Dank "Traffic Shaping" werden die Telefondaten priorisiert; in der Regel sollte es also nicht zu Aussetzern kommen.

