Spam-Debakel zeichnet sich ab

Spit: Die VoIP-Spam-Welle rollt

Spit, das ist die neue Bezeichnung für eine ganz spezielle Form der unerwünschten Werbung: Spam via Internet-Telefonie. Daher auch die Abkürzung. Vorstellen darf man sich das in etwa so wie Email-Spam, nur dass es jedesmal, wenn eine entsprechende Nachricht reinkommt, laut klingelt und der Hörer abgenommen werden muss, nur, damit eine elektronische Stimme einem die Vorzüge von Viagra erklärt.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Terrormaßnahme Spit
  2. 2Ende mit Schrecken
  3. 3Spamfilter unzuverlässig
  4. 4Hide & Seek
  5. 5Lange her: Email war auch mal werbefrei

Terrormaßnahme Spit

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Klingt nach Terror? Ist es auch! Noch dazu ist dieser Terror schnell auf die Welt losgelassen: Der Spammer kann, das hat das amerikanische VoIP-Unternehmen Qovia in einer Simulation bewiesen, bist zu 1000 Spam-Nachrichten pro Minute an IP-Telefone verschicken. Eine unglaubliche Zahl mit einem unglaublichen Nervpotential.

Dabei gilt Voice over IP als die Technologie der Zukunft, die das klassische Telefonnetz weitgehend ablösen soll, zumindest in Ballungsräumen. So treiben auch diverse Internet-Provider, allen voran AOL, das Geschäft mit dem semi-kostenlosen Internet-Telefon voran. Semi-kostenlos, weil mindestens der Traffic, rund 100 Megabyte pro Stunde, bezahlt werden muss. Bei Gesprächen von VoIP ins Festnetz natürlich auch die klassischen Telefongebühren.

Ende mit Schrecken

Doch Spit könnte den Visionen ein schnelles Ende bereiten. Denn wer möchte schon kostenlos telefonieren, wenn ständig das Gerät klingelt und sinnlose Werbebotschaften durch das Netz rauchen? Zumal sich mit VoIP-Spam auch Denial-of-Service-Attacken gegen IP-Telefonanschlüsse starten lassen. Deshalb ist es wohl eine der Killer-Anwendungen der Zukunft, einen Spit-Filter zu entwickeln.

Qovia hat kürzlich zwei Patente in dieser Richtung angemeldet. Das Problem dabei: Es ist verglichen mit der Entwicklung eines Spam-Filters für Email extrem aufwändig. So ist es für elektronische Systeme nahezu unmöglich, eine Spit-Nachricht nur anhand der Nachricht zu erkennen und zu filtern.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Internettelefonie hier.