Bleibt alles wie es ist?
Kabelnetz-Fusion geplatzt: Aus auch für Internetpläne (Update)
Der Internetzugang über das TV-Kabel wird lange noch ein Traum bleiben, denn mit der geplatzten Übernahme der regionalen Kabelnetzbetreiber ish, iesy und KabelBW durch Kabel Deutschland werden wohl auch die Ausbaupläne für das Breitband-Internet über Kabelmodem auf Eis gelegt.
Am heutigen Morgen herrscht allerdings noch ein wenig Chaos in den PR-Abteilungen. Das Bundeskartellamt teilte mit, dass Kabel Deutschland seinen Antrag auf Genehmigung zurückgezogen habe. Der TV-Netzbetreiber dementierte allerdings laut Nachrichtenagentur dpa umgehend.
Erste Verträge werden aufgelöst
Kabel Deutschland räumte lediglich ein, dass dieser Schritt erwogen werde. Zeitgleich verkündete einer der Übernahmekandidaten, ish, dass der Kaufvertrag zwichen der Muttergesellschaft von ish und Kabel Deutschland aufgehoben sei - und zwar einvernehmlich.
Wenn also der Antrag auch noch nicht formell zurückgezogen wurde, zwischen den Unternehmen werden die Vertragsbande schon gelöst. Kabel Deutschland wird damit auch von den Zusagen gegenüber dem Kartellamt entbunden, Internetzugänge über TV-Kabel zügig auszubauen.
Update: Rückzug des Antrages bestätigt
Wie Kabel Deutschland am Donnerstag mitteilte, wurd der Antrag auf Genehmigung nun auch offiziell zurückgezogen. Diese Entscheidung sei mit den drei Übernahmekandidaten abgestimmt gewesen. Diese müssen sich nun auf eine Zukunft in Eigenständigkeit einstellen.
