PCI Express greift nach dem Arbeitsspeicher

ATi: HyperMemory erhöht Grafikkarten-Speicher

Um künftig günstigere Computersysteme bauen zu können, rückt der kanadische Grafikchiphersteller nun dem Arbeitsspeicher zu Leibe - mit HyperMemory für PCI Express. ATi distanziert sich dabei von langsamer Shared-Memory-Technik für die AGP-Schnittstelle, denn das neue Verfahren nutzt neben dem Arbeitsspeicher auch den lokalen Speicher der Grafikkarte.

Anders als Lösungen für integrierte On-Board- und Notebook-Grafik für den AGP wird der Arbeitsspeicher nicht mehr exklusiv zugewiesen, sondern "intelligent" verteilt: Bei ATi bedeutet das, die Verteilung des Speichers dynamisch zu regeln - gerät das System bei grafische Berechnungen in Leistungsnot, werden besonders rechenintensive Aufgaben an den schnelleren Speicher auf der Grafikkarte delegiert.

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Günstiger, nicht schneller

Da der teure (G)DDR3-Speicher die Grafikkarten-Preise in die Höhe treibt, ließen sich mit HyperMemory deutlich günstigere Modelle herstellen - allerdings ist dabei auch mit Leistungseinbußen zu rechnen. Während die maximale Bandbreite aktueller Grafikkarten theoretisch mehr als 30 Gigabyte in der Sekunde beträgt, schafft Dual-Channel-Speicher auf dem Mainboard mit 200 Megahertz und 64 Bit Busbreite gerade mal 6,4.

Im mobilen und weniger anspruchsvollen Niedrigpreis-Sektor mag sich ATis Lösung durchaus noch anbieten - für aufwendige und leistungshungrige Anwendungen in Spielen oder professioneller 3D-Animation dürfte sich der langsame Arbeitsspeicher hier eher als Flaschenhals erweisen. Seine Praxistauglichkeit kann HyperMemory Ende des Jahres unter Beweis stellen, dann will ATi erste Grafikkarten mit der neuen Speicherverteilung ankündigen.

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