Swinging Toblerone: iRiver iFP-890 und iFP-1090 im Test
Nach 10 Minuten war für die ersten Kegler Schluss mit Sonntag
Wir sind auf dem Rückweg. Das Schiff samt Gästen, alkoholisiert oder nüchtern, schwankt nun auf dem Rückweg den Rhein runter. Dem iFP-890 ist nach rund 22 Stunden der Saft ausgegangen - kein schlechter Wert, manche schaffen es keine 20 Minuten!
(Foto wurde mit dem iFP-1090 aufgenommen)
Jedoch ist das nur rund die Hälfte der laut iRiver möglichen maximalen Abspielzeit. Die Ohrstecker finden nun also im iFP-1090 Anschluss.
Der Unterschied zum iFP-890 sticht im wahrsten Sinne des Wortes direkt in die Augen - der in schwarz gehaltene Player, ebenfalls an Schweizer Schokolade erinnernd, verfügt über ein grafisches LCD-Display mit satten 260.000 Farben. Wozu das Ganze? Nun, zum einen ist das Display so gestochen scharf und lässt sich trotz kleiner Schrift nahezu perfekt ablesen, und zum anderen ist an der Seite des Gerätes ja noch so ein ominöses Drehrad, und wenn man da ein wenig dran zieht dann
...entpuppt sich das Drehrad als Kamera. iRiver dachte sich wohl wenn man schon seinen MP3-Player stets dabei hat, wieso denn nicht gleich eine Kamera zum "die Welt knipsen" mit einbauen? Die Kamera hat eine Auflösung von 0,3 Megapixeln, 3x Digitalzoom und die Möglichkeit ein paar Effekte einzustellen - für Schnappschüsse auf Partys und Ähnlichem taugt sie allemal. Das Objektiv ist schwenkbar und lässt sich für Selbstportraits um 180 Grad drehen.
James Bond lässt grüßen
Im zugeklappten Zustand lassen sich so prima Spion-Fotos, beispielsweise vom angetrunkenen Kegelklub, schießen. Wer vermutet schon eine Kamera in einem MP3-Player? Ansonsten könnte man die Kamera aber auch als "Spielerei" bezeichnen, gerade weil heute nahezu jeder Handy-Besitzer bei einer Kamera im MP3-Player nur müde lächelt.
Wo es drauf ankommt hingegen, beim Klang, können sich beide Player auf hohem Niveau die Hand geben. Gerade bei mit 225 Kbps komprimierten OGG-Vorbis-Dateien bringen die Player einen klaren Sound auch auf Stereoanlagen zustande.
Zum weiteren Funktionsumfang gehört neben einem eingebauten Mikrofon, auch ein FM-Tuner. Dieser lässt sich bei beiden Modellen zeitgesteuert programmieren. So ist es möglich die Lieblingssendung auch in Abwesenheit aufzunehmen.
Kantige Sportler
Im Unterschied zum iFP-890, der mit einer austauschbaren AA-Batterie bestückt ist, besitzt sein größerer Bruder einen wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Akku. Im Test reichte der Strom für rund 16 Stunden, bei intensiver Nutzung des farbigen Displays und einigen geschossenen Fotos.
Leider fehlt dem iFP-1090 der Line-In-Anschluss. Ohne PC kommen die Soundfiles daher nicht auf den Player. Rein subjektiv gesehen ist die Gehäuseform, die ein wenig kantiger ist als beim 890er-Modell, für den Alltag nicht ganz so gelungen. Dafür kommt der "Große" mit Kamera ein wenig edler, der "Kleine" dafür ein wenig sportlicher daher - ist aber eine reine Geschmacksfrage.
Gegen Sport haben beide Player im Übrigen nichts einzuwenden. Da keine beweglichen mechanischen Teile in den Playern verbaut wurden, eignen sich beide für ausgedehnte Marathon-Läufe. Eine mechanische Tastensperre verhindert das ungewollte Einschalten der Player. iRiver packt für Aktive gleich ein passendes Armband, in welchem die Player beim Sport sicheren Halt finden, mit ins Packet. In diesem sind zudem noch jeweils eine Schutztasche, USB-Kabel, Akku beziehungsweise Batterie, Sennheiser-Ohrstecker, ein Umhängegurt und ein Line-In-Kabel (iFP-890) sowie ein extra Netzteil (iFP-1090) enthalten.
