Gibt es Angebote der Provider, für die sich die höheren Kosten lohnen?
DSL 2000: Kaum Dienste für´s breite Breitband
Noch im vergangenen Jahr war DSL mit der Standardgeschwindigkeit von 768 kbit/s sehr schnell; das vermittelten die DSL-Anbieter jedenfalls durch ihre Werbebotschaften. Inzwischen ist der Nachfolger mit 1024 kbit/s nur noch was für Anfänger: T-Com bezeichnet T-DSL 1000 als Einsteigertarif, 1&1 empfiehlt den langsamsten DSL-Anschluss sogar nur "Wenig-Surfern".

Inhaltsverzeichnis
- 1"Brilliante Audio- und Videostreams"
- 2Für Streaming lohnt sich DSL-2000 nicht
- 3Kaum Angebote von anderen Providern
"Anspruchsvollen" (T-Com), "Normal-Surfern" (Arcor) oder "Gerne-Surfern" (1&1) empfehlen die DSL-Anbieter inzwischen DSL-2000. Ein Anschluss mit der doppelten Downloadgeschwindigkeit kostet derzeit zwar nur drei Euro mehr im Monat: Eine Flatrate ist allerdings zehn Euro teurer als bei DSL-1000.
Ein schnellerer Anschluss kann sich natürlich lohnen, wenn man große Datenmengen aus dem Netz saugen will, oder den Anschluss mit mehreren Internetnutzern teilt. Aber haben die DSL-Provider eigentlich passende Inhalte im Angebot, durch die sich die doppelte Geschwindigkeit wirklich bezahlt macht?
"Brilliante Audio- und Videostreams"
Video-Streamings in hoher Qualität sind ein Argument, das Provider gerne anführen, wenn sie für DSL-2000 werben. T-Online nennt beispielsweise auf der Internetseite "Brillante Audio- und Videostreams" als ein Feature von T-DSL-2000.
Tatsächlich hat T-Online aber derzeit kein einziges Streaming-Angebot, das die Bandbreite von T-DSL 1000 ausreizt. Die Zusammenfassung der Bundesligaspiele kann man sich mit einem maximalen Datendurchsatz von 554 kbit/s ansehen. Es ist also nur etwas mehr als die Hälfte der Bandbreite von 1024 kbit/s belegt.
