Internetportal nun mit zwei Musikdiensten
MP3-Downloads: Yahoo! schluckt MusicMatch
Die Musikdienste, die vor Jahren mit viel Euphorie aufgebaut wurden, werden derzeit nach und nach von großen Firmen aufgekauft. So erging es Napster mit Roxio. Rhapsody mit RealNetworks. Oder auch MP3.com mit CNET. Nun hat der Markt einen weiteren Pionier weniger und einen finanzkräftigen Konzern mehr im Karussell der Musikdienste: Das große Internetportal Yahoo! hat MusicMatch gekauft.
"Yahoo! sieht sich gerüstet, um ein Markführer im digitalen Musikmarkt zu werden," freut sich der Vorstand Yahoo!-Vorstand Terry Semel in einer Mitteilung. Dabei soll einer der ältesten kostenpflichtigen Musikdienste helfen. MusicMatch war zwar anfangs nicht sonderlich erfolgreich und beliebt. Im Laufe der Jahre konnte der Service aber scheinbar etliche Abo-Kunden (225.000) überzeugen. Die Qualität wurde verbessert, das Angebot reichlich aufgestockt. Mittlerweile kann man bei MusicMatch 700.000 Songs herunterladen und 900.000 Songs streamen.
160.000.000 für einen Musikdienst
Yahoo! legt für MusicMatch 160 Million US-Dollar auf den Tisch und erhofft sich in seiner Musiksparte eine Umsatzsteigerung von 113 Millionen US-Dollar auf 890 Millionen US-Dollar bis 2009. Der Softwareentwickler MusicMatch, der in erster Linie durch seine Jukebox-Software bekannt wurde, soll in den Online-Musikshop von Yahoo! integriert werden.
Mit Launch hat Yahoo! bereits einen kleinen Musikdienst der überwiegend Musikvideos anbietet. Nun gilt es beide Dienste zu vereinen und die bereits vorhandenen Abo-Kunden zu halten und neue zu gewinnen.
