Wenn der Patch neue Lücken reisst
Mac OS X: Sicherheitsupdate, zweiter Versuch
Apple tut etwas für die Sicherheit. Nur was? Bereits am 7. September hatte der Computerhersteller 15 Lücken in seinem Betriebssystem Mac OS X behoben. Offensichtlich nicht gerade von Erfolg gekürt, es gab eine handvoll Probleme, die vor dem Update bisher nicht aufgetreten waren.
Inhaltsverzeichnis
- 1Safari mit Hindernissen
- 2Jetzt aber!
- 3Test am Kunden - Apples neues Lieblingsspiel?
Safari mit Hindernissen
So stellte sich heraus, das der Webbrowser Safari nach dem Update Probleme hatte, diverse Seiten aufzurufen. Wahlweise erschien keine oder nur eine sehr fehlerhafte Seite im Browser. Dazu zählten auch bekanntere Websites wie beispielsweise die des Paketdienstes Fedex.
Ein weiteres Problem ergab sich mit dem in Mac OS X implentierten FTP-Server. Ein Fehler in dem für den Dienst notwendigen Prozess "lukemftpd", der im Sicherheitsupdate renoviert worden war, blockierte den Login. Der User erhielt die Meldung "Login incorrect", wenn er sich an einem FTP-Dienst auf Mac OS X-Basis anmelden wollte.
Jetzt aber!
Nun hat Apple einen neuen Versuch gestartet und das Patch-Paket gepatcht. Es steht auf der Apple-Website zum Download bereit. Alternativ kann das Sicherheitsupdate natürlich wie immer auch per Auto-Update eingespielt werden.
Der Name blieb gleich, die Versionsnummer ist klammheimlich auf 1.1 geklettert. Diesmal sollte alles funktionieren. Der Gelackmeierte ist der Kunde, der sich auf seinen Rechner verlassen muss, während Apple seine Updates offensichtlich an ihm testen möchte. Ein Widerspruch, der doch sehr an microsoftsche Strategien erinnern.
Test am Kunden - Apples neues Lieblingsspiel?
Denn Apple hat nicht das erste Mal Fehler bei einem Update gemacht: Bereits im Mai hatte das Unternehmen ein schludriges Update herausgebracht, dass sich vor allen Dingen dadurch auszeichnete, dass es eine Lücke nicht richtig schloss, die eigentlich vom Update geschlossen worden sein sollte.
Das fatale an dieser Vorgehensweise: Der Kunde wähnt sich in Sicherheit, während sein Rechner genauso verwundbar ist wie vor dem Update. Hinzu kommt, dass Apple im Rahmen seiner Geheimhaltungsstrategie solche Probleme lieber verschweigt und klammheimlich Sicherheitsupdates nachschiebt, statt den Nutzer aufzuklären.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Mac OS X hier.
