Es gibt schlimmeres als Viren und Würmer

Privacy Watch: Die Gefahren des Internets

Der Mensch ist ein Kommunikationswesen. Ohne Sprache ist er nichts. Deshalb hat er in seiner Entwicklung auch alles daran getan, die Sprache zu erweitern und zu beflügeln. Angefangen mit der Schrift, dem Buchdruck, dem Radio, dem Telefon und dem Fernsehen. Der letzte Schritt dieser Entwicklung war das Internet und sein kleiner Bruder, das Handy.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Erweiterung und Komplexität
  2. 2I love my Computer
  3. 3Gigantisches Gefahrenpotential
  4. 4Kreativer Diebstahl
  5. 5Betrüger unter Tron
  6. 6Super-Öffentlichkeit im Netz
  7. 7Instant-Messaging und die Realität
  8. 8Blindes Treffen, blind geworden
  9. 9Illegale Inhalte und 60 Euro pro Minute
  10. 10In den Fängen der Adressmafia

Erweiterung und Komplexität

Mit dem Internet erschloss sich für den Menschen eine völlig neue Form der Kommunikation. Er konnte sich der ganzen Welt mitteilen, ohne dabei auch nur einen Schritt vor die Haustür zu machen. Und das auch noch quasi umsonst. Plötzlich war jeder sein eigener Regisseur, Radiosender, Verleger und Autor. Im Zentrum dieser Entwicklung steht bis heute der Heimcomputer.

Egal ob PC oder Mac, egal ob Linux, Windows oder Mac OS. Der Rechner ist das Zentrum des digitalen Lebens. Er ist Schreibmaschine, Videorekorder, Bilderkiste, Stereoanlage, Spielekonsole und Bordell in einem. Und für einen nicht unerheblichen Teil junger Männer auch der einzige Freund.

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I love my Computer

Schon die amerikanische Version der toten Hosen, Bad Religion, besangen in ihrem 2000er-Album "New America" das allseits bekannte Problem: "I love my Computer". Du machst, dass ich mich gut fühle, Du bist eine Prinzessin und meine Hure.

Und wie das so ist in der Liebe, geht es mal steil bergauf, dann wieder steil bergab und eigentlich ist man im Zustand des Verliebtseins nichts weiter als der Spielball der eigenen Gefühle. Und wie ein Verliebter, dem die Braut das Ersparte abzockt, sind auch viele Computernutzer blind für die Gefahren des Netzes. Oder, um es mit Bad Religion zu sagen: "the world outside is so big but it's safe in my domain".

Gigantisches Gefahrenpotential

Denkste. Denn dort draußen, in den Weiten des Internets, lauern riesige Gefahren. Denn wenn das Zentrum des digitalen Lebens plötzlich abraucht, stehen viele Zeitgenossen ohne ihr Lebenswerk, gar ohne ihre Identität da. Glücklich, wer vorher ein Backup gemacht hat.

Neben Viren und Würmern lauern dort im Netz nämlich auch Trojaner und Phisher, die dem User an den Geldbeutel wollen. Doch das sind nicht die einzigen Betrüger im Web: Unseriöse Online-Shops gieren nur danach, dem Verliebten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Und der Bietspaß bei Ebay findet schnell sein Ende, wenn man merkt, dass der Artikel eigentlich nur die Hälfte wert ist.